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Rheinische Post: Kommentar /Überflüssige Debatte = Von Eva Quadbeck

Die aktuelle Debatte um Hartz IV und ein
solidarisches Grundeinkommen ist überflüssig und setzt die falschen
Signale. Sie erweckt den Eindruck, als könne Hartz IV abgeschafft
werden. Auch wenn man den Begriff tilgen könnte, bliebe doch das
Problem, dass der Sozialstaat Langzeitarbeitslosen und ihren Familien
nur das Existenzminimum gewähren kann. Denn der Sprung in einen auch
niedrig entlohnten Job muss attraktiver sein, als allein von
staatlichen Hilfen zu leben. Im Koalitionsvertrag ist ein
umfangreiches Programm vorgesehen, rund 150.000 Menschen eine Brücke
in eine bezahlte Arbeit zu bauen. Seit Jahrzehnten war keine
Regierung auf diesem Feld mehr so ehrgeizig wie die frisch
vereidigte. SPD und Union haben vereinbart, Langzeitarbeitslose
möglichst in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Wer den Sprung
nicht schafft, soll eine gemeinnützige Arbeit angeboten bekommen. Das
Ziel, den Menschen eine Arbeit zu geben, ihnen dadurch auch zu einem
strukturieren Tag zu verhelfen und sie wieder Vorbild sein zu lassen
für ihre Kinder – das ist richtig.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. März 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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