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Rheinische Post: Kommentar / Achleitner muss gehen = Von Antje Höning

Die Bilder, zu denen die Aktionäre griffen, um
die Lage der Deutschen Bank zu beschreiben, waren drastisch: Vom
\“Horrorfilm mit Überlänge\“ sprach ein Fondsmanager. Kein Wunder: Die
Aktie hat seit 2012 mehr als die Hälfte verloren, der Gewinn ist
mager, das Ansehen ruiniert. Der Digitalisierung läuft die Bank
hinterher, sie nutzt noch immer 26 IT-Systeme parallel. Doch der
Regisseur des Ganzen klebt an seinem Stuhl: Aufsichtsratschef Paul
Achleitner hat zwar vier Bankchefs verschlissen, selbst übernimmt er
keine Verantwortung – er wolle Investoren nicht im Stich lassen.
Dabei würde es denen vermutlich besser gehen, wenn der wendige
Multiaufseher das Drehbuch aus der Hand gibt. Zuletzt wäre der Bank
der Zeit fressende, aber ökonomisch sinnlose Flirt erspart geblieben,
den Achleitner mit der Commerzbank vorantrieb. Den Mut, ihm das
Misstrauen auszusprechen, hatte die Mehrheit der Aktionäre dennoch
nicht. Erstaunlich. Sie entlastete Achleitner, womöglich, weil er
viele Großaktionäre selbst geholt hat. Doch was muss eigentlich noch
geschehen, damit sie dem Regisseur der Dauerkrise die Tür weisen?

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. Mai 2019.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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