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Rheinische Post: Identität und Integration Kommentar Von Michael Bröcker

Horst Seehofers Vorschlag, Migranten schlechter
zu behandeln, die bei der Feststellung ihrer Identität nicht
kooperieren, findet den üblichen Widerstand der Seehofer-Kritiker aus
dem linken Lager. Richtig ist die Idee Seehofers trotzdem. Zwar
variieren die Zahlen, aber eine Mehrheit der Asylsuchenden beantragt
Asyl ohne ein Dokument zur Überprüfung der Identität. Die zu
Tausenden am Rande der Flüchtlingsroute gefundenen Pässe in den
Jahren 2015 und 2016 legen den Schluss nahe, dass der Verlust der
Dokumente nicht immer nur Folge der Flucht-Strapazen ist. Das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss aber jeden Asyl-Antrag
individuell prüfen. Dafür müssen die Beamten wissen, wer vor ihnen
steht. Der Fall des rechtsextremen Bundeswehr-Soldaten Franco A., der
einen Terroranschlag plante und sich als Kriegsflüchtling ausgab, um
den Verdacht auf arabischstämmige Flüchtlinge zu lenken, ist
abschreckend. Die Asylsuchenden müssen ein Interesse daran haben, zu
kooperieren. Integration beginnt mit Identität. Wer hier dauerhaft
leben will, sollte sich erkenntlich zeigen. Eigentlich eine
Selbstverständlichkeit.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 11. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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