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Rheinische Post: Die Impfpflicht schützt Kinder vor ihren Eltern Kommentar Von Antje Höning

Eltern haben die Verantwortung für das Wohl
ihrer Kinder und die Freiheit, über ärztliche Eingriffe zu
entscheiden. Das soll auch so bleiben. Doch nie ist Freiheit
unbeschränkt. Sie stößt immer dann an Grenzen, wenn sie die Freiheit
anderer beeinträchtigt. Und das ist beim Thema Masern-Impfung der
Fall. Weil viele Eltern nicht gegen die heimtückische Krankheit
impfen lassen, die zu Hirnentzündung oder gar zum Tod führen kann,
bringen sie ihre und andere Kinder in Gefahr. Zugleich sorgen sie
dafür, dass die Viren sich weiter verbreiten können, obwohl die
Weltgesundheitsorganisation diese eigentlich ausrotten will. Lange
haben Politik und Ärzte mit Aufklärung versucht, die Impfquote zu
erhöhen. Ohne Erfolg. Daher ist es gut, dass Bund und NRW nun eine
Impfpflicht durchsetzen wollen: Wer sein Kind in eine Kita gibt, muss
es vorher impfen lassen. Wer soziale Einrichtungen nutzt, muss sich
eben auch sozial verhalten. Brandenburg macht es vor, der Landtag
stimmte mit breiter Mehrheit zu. Befremdlich ist, dass die Grünen in
Potsdam sich enthielten. Sie wollen wohl Wähler, die
Verschwörungstheorien wie \“Impfen fördert Autismus\“ anhängen und ihre
Kinder lieber auf Masernpartys schicken, nicht verprellen. Auch das
ist unsozial.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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