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Rheinische Post: Deutscher UN-Botschafter rät Sicherheitsrat im Syrien-Konflikt \“Abkühlungsphase\“

Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen
hat dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wegen der gravierenden
und ergebnislosen Auseinandersetzungen im Syrien-Konflikt zu einer
\“Abkühlungsphase\“ geraten. \“In den letzten Wochen vermittelte der
Sicherheitsrat oft den Eindruck einer Bühne, auf der sich die
Kombattanten der Weltpolitik gegenseitig vorführen wollen. Vielleicht
brauchen wir eine Abkühlungsphase, bis der Sicherheitsrat im
Syrien-Konflikt zumindest wieder pragmatische Einzellösungen finden
kann\“, sagte Heusgen der in Düsseldorf erscheinenden \“Rheinischen
Post\“ (Samstagausgabe). Das hohe UN-Gremium könne eine einzigartige
Plattform für politische Lösungen sein, wenn der entsprechende Wille
da sei und sich alle Seiten auf sachliche Verhandlungen einließen.
Die öffentliche Konfrontation mache es derzeit aber noch schwerer,
auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Heusgen sagte, falls Deutschland im Juni den Zuschlag für einen
der zehn nichtständigen Sitze im Sicherheitsrat für zwei Jahre von
2019 bis 2021 bekommen sollte, wolle man sich dafür einsetzen, dass
das Gremium schon dann handele, \“wenn es noch nicht kracht\“. Dafür
müsse sich der Sicherheitsrat aber stärker mit Konfliktursachen
beschäftigen, vom Klimawandel bis zu gravierenden
Menschenrechtsverletzungen. In seiner jetzigen Zusammensetzung
spiegele das Gremium die Welt von 1945 wider und nicht die heutigen
Verhältnisse. Deutschland strebe deshalb auch einen ständigen Sitz
an. Wichtig werde es bei einer Reform dann auch sein, dass sich zum
Beispiel afrikanische Staaten stärker vertreten fühlten als bisher.
Fortschritte würden bei den Vereinten Nationen aber nur im
\“Schneckentempo\“ erzielt.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. April 2018.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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