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Rheinische Post: Das Baukindergeld ist keine geschickte Idee Kommentar Von Birgit Marschall

Das Baukindergeld ist keine besonders
geschickte Idee, wenn es darum geht, jungen Familien den
Eigenheimerwerb zu ermöglichen. Es wird vor allem die
Immobilienpreise weiter nach oben treiben – mit dem Geld der
Steuerzahler. Zudem lassen sich Mitnahmeeffekte nicht vermeiden, denn
allzu viele Familien würden sich auch ohne die staatliche Subvention
ihren Wunsch nach einer eigenen Immobilie erfüllen. Diese Nachteile
werden nun auch nicht dadurch geheilt, dass die Regierung die
Antragszeit auf Ende 2020 befristet. Eher dürfte dieses Datum dazu
führen, dass sich der Preistrend nach oben beschleunigt. Zudem ist es
ungerecht, dass Jüngere, die noch nicht in der Lage sind, ein
Eigenheim zu erwerben, wegen der Befristung leer ausgehen. Besser als
das Baukindergeld wäre eine Übereinkunft des Bundes mit den Ländern,
die Grunderwerbsteuer deutlich zu senken. Sie war in den vergangenen
Jahren immer wieder erhöht worden, gerade in NRW. Unerträglich ist,
dass der Bund mit dem Baukindergeld Steuergeld ausgibt, das die
Länder durch die viel zu hohe Grunderwerbsteuer wieder einstreichen.
Dass die eine staatliche Ebene die andere subventioniert, ist ein
Witz.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juni 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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