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Rheinische Post: Auf dem Automarkt ist Umsteuern nötig Kommentar Von Birgit Marschall

Während in vielen deutschen Städten
Dieselfahrverbote wegen zu hoher gesundheitsschädlicher Emissionen
drohen, kaufen die Deutschen weiter fleißig besonders spritfressende
und emissionsstarke SUVs und Geländewagen. Der Widerspruch zwischen
individuellen Bedürfnissen der Autofahrer und kollektiven
ökologischen Bedürfnissen könnte größer kaum sein. Die Hersteller
werden von selbst darauf nicht reagieren: Sie heizen die Nachfrage
nach den sportlich aussehenden, bequemen Spritfressern lieber noch
weiter an. Schließlich lassen sich SUVs teurer verkaufen. Die Politik
muss mit Regulierungen sowie mehr steuerlichen Anreizen Angebot und
Nachfrage in eine Richtung lenken, die auch den gesellschaftlichen
Bedürfnissen nach mehr Klima- und Gesundheitsschutz genügt. Deshalb
ist es auch besonders ärgerlich, wenn die Bundesregierung in Brüssel
Bemühungen der übrigen EU-Länder bremst, den Klimaschutz-Beitrag des
Verkehrssektors deutlich zu erhöhen. Das Ende des
Diesel-Steuerprivilegs ist überfällig, weil Diesel die Luft in den
Städten stärker verpesten als Fahrzeuge mit anderen Antrieben. In die
Kfz-Steuer könnten mehr Anreize eingebaut werden, damit sich Käufer
für schadstoffärmere Autos entscheiden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Oktober 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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