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Reisen mit dem Hund / Damit lästige Parasiten den Urlaubsspaß nicht vermiesen, sind Vorsorgemaßnahmen unerlässlich (FOTO)

 


Flöhe, Zecken und Mücken übertragen gefährliche Infektionserreger.
Besonders verbreitet sind sogenannte Reise-Erkrankungen in Süd- und
Südosteuropa anzutreffen. Mit geeigneten Schutz- und
Vorbeugemaßnahmen lässt sich das Erkrankungsrisiko verringern.

Auto-Check gemacht, Ausweispapiere gültig, Hotel gebucht – nun
steht dem Start in den Urlaub nichts mehr im Wege. Es sei denn, man
nimmt seinen Hund mit auf die Reise. Dann fehlt auf dieser kleinen
Checkliste noch ein wichtiger Punkt. Dies vor allem, wenn man
beliebte Ziele im südlichen Europa \“mit Mittelmeerblick\“ ansteuern
will. Dort warten nicht nur viel Sonne und traumhafte Strände,
sondern auch unangenehme Krabbeltiere, die dem vierbeinigen
Familienmitglied gefährlich werden können. Flöhe, Zecken, vor allem
aber auch Mücken übertragen in bestimmten Risikogebieten häufig
Infektionserreger, die dann zunächst unerkannt, die Heimreise mit
antreten.

Eine besondere Gefahr geht von Stechmücken aus. Gerade in
Mittelmeerländern oder südosteuropäischen Ländern können diese Herz-
und Hautwürmer übertragen. Die sehr kleinen Sand- bzw.
Schmetterlingsmücken übertragen die Erreger der Leishmaniose. Diese
Erkrankung verläuft in einigen Fällen besonders schwerwiegend und die
Infektion bleibt lebenslang bestehen. Innere Organe, vor allem die
Nieren, oder die Haut können betroffen sein. Die Leishmaniose wird
als die bedeutendste Reisekrankheit eingestuft.

Zecken sind potenzielle Überträger von Erregern, die Infektionen
wie die Ehrlichiose, Babesiose, Hepatozoonose, Anaplasmose oder die
Borreliose, auslösen. Und Flöhe können Krankheiten wie den
Gurkenkernbandwurm übertragen.

Die genannten Parasiten sind in den Risikogebieten nahezu
ganzjährig aktiv. Deshalb gehört ein vorbeugender Floh- und
Zeckenschutz zwingend zu den Vorbereitungen bei Reisen mit dem Hund.
Das ist auch im Heimatland durchaus empfehlenswert, denn auch hier
können verschiedene Erreger durch Zecken und Flöhe übertragen werden.

Ein Mückenschutz dagegen wird hierzulande noch nicht so häufig
angewendet. Er sollte einige Tage vor Reiseantritt beginnen.
Kombinationspräparate, die vor verschiedenen Parasiten gleichzeitig
schützen, stehen zur Verfügung. Der Tierarzt kann ein geeignetes
Mittel empfehlen. Seit einigen Jahren gibt es einen
Leishmaniose-Impfstoff. Hierfür müssen Tierhalter etwas mehr Zeit
einplanen, denn vor der ersten Impfung ist ein Leishmaniose-Test
erforderlich. Einschränkend gilt, dass die Impfung aber lediglich vor
den Erkrankungserscheinungen schützt, die Infektion verhindern kann
sie nicht. Auch für geimpfte Tiere bleibt der Mückenschutz deshalb
wichtig.

Übrigens: Auch wer die Ferien mit seinem Tier in Deutschland
verbringt, sollte sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Im Zuge
des Klimawandels, der Tierimporte und des zunehmenden Reiseverkehrs
mit Tieren haben sich einige ursprünglich hier nicht-heimische
Parasiten auf den Weg gemacht und sind inzwischen auch in Deutschland
anzutreffen.

Einen hilfreichen Online-Service stellt das European Scientific
Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) mit dem kostenlosen
Reisetest unter https://www.esccap.de/parasiten/reisetest/ zur
Verfügung. Hier kann man interaktiv genaue Informationen in deutscher
Sprache zu jedem europäischen Urlaubsland abrufen.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier:
http://ots.de/lrW29O

Pressekontakt:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Dr. Sabine Schüller, Schwertberger Str. 14,53177 Bonn,
Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail bft@bft-online.de, www.bft-online.de

Original-Content von: Bundesverband für Tiergesundheit e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. April 2019.

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Categories: Bilder, Gesundheit & Medizin

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