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Rabiat: Deutschland den Deutschen? – Das Erste – Mo., 20.5. – File im Vorführraum Das Erste verfügbar

Radio Bremen im Ersten

Montag, 20. Mai 2019, 23.00 bis 23.45 Uhr

Rabiat: Deutschland den Deutschen?
Ein Radio Bremen-Film von Gülseren Ölcüm

Deutschland schwankt zwischen \“Merkel muss weg\“ und \“Wir sind
mehr\“. Wer ist Nazi? Wer ist Wutbürger? Wer ist bloß konservativ? Was
macht die Mehrheit, die Mitte? Wie wappnet sich der Republikaner
gegen die Feinde der Demokratie? Verblasst der Entwurf einer modernen
und weltoffenen Gesellschaft? Das fragt sich Rabiat-Autorin Gülseren
Ölcüm seit einigen Monaten. Für \“Rabiat: Deutschland den Deutschen?\“
reist sie, die selbst zwei Pässe hat, durch die Republik, um
herauszufinden, wie Deutschland derzeit tickt und wie sie selbst zu
Deutschland steht.

Dabei begegnet Gülseren Ölcüm Heike Arnold. Sie möchte, dass ihre
Enkel genauso frei und demokratisch aufwachsen, wie sie es konnte.
Sie will keinen Rechtsruck im Land und keine autokratische Partei.
Deswegen engagiert sie sich bei der Initiative \“OMAS GEGEN RECHTS\“.
Zusammen gehen sie auf Demos oder organisieren andere Projekte.
Rechts fängt für Heike Arnold und ihre Mit-Omas sehr früh an: jeder,
der nach Herkunft, Ethnie und Religion differenziert und vor allem
ausgrenzt. Stimmt die Definition?

Weiß der Jurist und Fernsehmoderator Michel Friedman Antworten,
wie man streitet und ob man sich auf jede Diskussion einlassen
sollte? Er diskutiert ausnahmslos mit jedem, sagt er. Aber auch für
ihn gibt es Grenzen: \“Wenn jemand den Holocaust leugnet, habe ich
keine Ge-sprächsgrundlage mehr.\“

Fast 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben
rechtspopulistische Denkmuster, sagt Prof. Wilhelm Heitmeyer,
Soziologe. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem
Rechtsextremismus, Gewalt, soziale Desintegrationsprozesse und
gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Von ihm will Gülseren Ölcüm
wissen, was gerade los ist, wann sich das alles angebahnt hat und wie
er selbst mit der Situation umgeht.

Auf ihrer Suche wagt die Rabiat-Reporterin schließlich selbst den
Ver-such und redet mit Rechtspopulisten. Sie trifft in Zwickau Frauke
Petry, Ex-AfD-Vorsitzende. Für Gülseren Ölcüm hat Frauke Petry die
Stimmung in Deutschland in den letzten Jahren stark beeinflusst.
Unter ihrem Vorsitz fielen rechtspopulistische und teilweise extreme
Äußerungen. Für sie gehört Polarisierung und Emotionalisierung zum
Politik-Business. \“Vielleicht schießt man da manchmal über das Ziel
hinaus\“, so Frauke Petry, aber das gehört nun mal dazu.

Quer durch Deutschland führt \“Rabiat: Deutschland den Deutschen?\“
und trifft Menschen, die sich für Toleranz und Vielfalt engagieren,
und andere, die den Populismus vorangetrieben haben. Dabei geht es
immer auch um die eigene Einstellung: Muss man nicht mehr die
Diskussion suchen? Tut man manchen Menschen unrecht?

Stabliste
Buch/Regie Gülseren Ölcüm
Kamera Ilhan Coskun, Matthias Bähr
Schnitt Danny Breuker, Manuel Weingärtner
Ton Ragip Alkan, Simon Wolf
Produktionsleitung Michael Kappler
Producer Manuel Möglich, Christian Tipke
Redaktion Jochen Grabler (Radio Bremen)
Leitung Thomas von Bötticher (Radio Bremen)

Eine Produktion der Sendefähig GmbH im Auftrag von Radio Bremen
für Das Erste © 2019

Rabiat – das junge Reportageformat von Radio Bremen

Das Reportageformat \“Rabiat\“ im Ersten gibt jungen Reporterinnen
und Reportern die Möglichkeit, ihre Geschichte für ein großes
Fernsehpublikum zu erzählen. Die Autorinnen und Autoren
veröffentlichen ihre Reportagen seit knapp drei Jahren als
\“Y-Kollektiv\“ für funk, das Contentnetzwerk von ARD und ZDF. Sie sind
preisgekrönt, nominiert, auffällig. Journalistinnen und Journalisten
mit Haltung und Tiefgang im On, die auch mal voll in die Kamera
sprechen, gehören zum Konzept. Der Fokus richtet sich auf die
teilnehmende Beobachtung, das Kennenlernen, das Erleben. In drei
neuen Reportagen, die ab dem 13. Mai montags im Ersten laufen, sind
sie ganz nah dran: Die Macherinnen und Macher stoßen Zuschauerinnen
und Zuschauern mit ihrer subjektiven Erzählweise auch mal vor den
Kopf. Sie bauen Klischees in den Filmen auf, um sie postwendend zu
brechen. Neue Sichtweisen sollen sich eröffnen. Die Filme wollen,
sollen, ja sie müssen polarisieren, denn das macht gute Geschichten
aus.

Die weitere Folge der Rabiat-Staffel (um 22.45 Uhr im Ersten):

– 27. Mai: Scheißjob Bulle!

Die Fotos sind bei ARD Foto (www.ard-foto.de) abrufbar.

Pressekontakt:
Radio Bremen
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Diepenau 10
28195 Bremen
0421-246.41050
presse.pr@radiobremen.de mailto:presse.pr@radiobremen.de
http://www.radiobremen.de

Original-Content von: Radio Bremen, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 17. Mai 2019.

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