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Projekt?miss?Management in Deutschland

Die SCOPAR-GmbH führte Anfang 2019 eine Umfrage zur Projektarbeit in unterschiedlichen Unternehmen durch. Befragt wurden 60 Manager, Berater, Projektleiter und Mitarbeiter.
Die Zielerreichung ihrer Projekte schätzen die Befragten im Durschnitt auf 72% ein. Insgesamt zeigte sich in den unterschiedlichen Phasen des Projektmanagements Verbesserungspotenzial.
Fast 40% der Befragten gaben beispielsweise an, dass zu Beginn der Projekte keine messbaren Ziele definiert werden. Dadurch fehlt den Unternehmen bereits die entscheidende Basis um zielgerichtet und effektiv arbeiten zu können. Nachträgliche Anpassungen kosten die Unternehmen Zeit und Geld (und Nerven).
Auch wird der Projektverlauf in vielen Fällen noch unzureichend überwacht. Insgesamt gaben beispielsweise lediglich 27% der Befragten an, dass die Termineinhaltung regelmäßig überwacht würde.
Die Zielerreichung des Projektes, ein bis drei Jahre nach Projektende, werden in 53% der befragten Unternehmen gar nicht evaluiert. Davon wiederrum eruieren lediglich insgesamt 20% die Ursachen für Abweichungen und nur 7% gaben an, dass anschließend Maßnahmen zur künftigen Optimierung des Projektprozesses erarbeitet werden. Auch mit den eingesetzten Tools sind lediglich 66% der Befragten zufrieden.
Dass die Umsetzung von Projekten zeit- und kostenintensiv ist, ist nicht zu bestreiten. Laut Professor Dr. Rudolf Dögl werden insgesamt ein Viertel der Kosten jedoch in die falschen oder zumindest nicht die bestmöglichen Projekte investiert – das entsprach 2017 in Deutschland insgesamt 100 Mrd. €.
Durch eine nutzenorientierte Projektpriorisierung und ein systematisches Projektmanagement könnte der Ressourceneinsatz effizienter gestaltet und der Nutzen merklich erhöht werden.

Posted by on 24. Mai 2019.

Categories: Vermischtes

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