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Prof. Perizat Daglioglu übernimmt „Staffelstab“ von Prof. Michael Nagy als Präsidentin der Hochschule der Wirtschaft für Management

 

MANNHEIM. Der Senat der unternehmensnahen Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) in Mannheim hat Prof. Dr. Perizat Daglioglu zur Präsidentin der Hochschule gewählt. Sie folgt damit Prof. Dr. Michael Nagy, der seit 2016 die Leitung der HdWM innehatte.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Geschäftsführer der HdWM, Wolfgang Dittmann, der die Veranstaltung auch moderierte, die Berufungsurkunde. In seiner Würdigung ging Dittmann auf den bemerkenswerten beruflichen Werdegang der neuen Präsidentin ein.

Zum Abschied von Prof. Nagy als Präsident der Hochschule sprach Dittmann von Wehmut, Erinnerungen, Emotionen, akademischem Ethos und vom bemerkenswerten Fortschritt, den die HdWM in den letzten Jahren genommen habe. Der Blick gehe nun in die Zukunft, die von großen Herausforderungen für das HdWM-Team geprägt sein werde.

Melis Sekmen würdigt HdWM als innovative Hochschule Mit besonderem gesellschaftlichem Engagement

Als erste Rednerin würdigte Melis Sekmen, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Mannheimer Gemeinderat, die Verdienste von Prof. Nagy. Dabei erwähnte sie auch die Verdienste seines Vorgängers, des Gründungspräsidenten der HdWM, Prof. Dr. Franz Egle. Sie komme in Vertretung des Mannheimer Oberbürgermeisters, Dr. Peter Kurz, und sie begleite den Aufbau und die Fortentwicklung der HdWM mit großer Aufmerksamkeit. Als besonders innovative Hochschule zeige sich die HdWM durch ihre neuen Konzepte, wie jüngst das ausbildungsintegrierte Studium, das ein Studium und eine Berufsausbildung miteinander kombiniert. Das gesellschaftliche Engagement der HdWM lasse sich besonders betonen, indem bereits mehr als 50 Flüchtlingen als erste Hochschule ein Studium ermöglicht wurde. Die Geflüchteten stammen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan, um nur diese Länder zu nennen.

Der weltoffene Ruf der Stadt Mannheim, die Internationalität und Interkulturalität der HdWM dokumentiere sich auch dadurch, dass junge Menschen aus 27 Ländern hier studieren. Ein wichtiges Credo der Mannheimer Stadtführung lautet: Bildung für ALLE gerechter gestalten! Die Stadt unterstütze insbesondere auch die innovative Akademische Weiterbildung, wie sie bereits seit Jahren in einer Kooperation von HdWM und Stadt Mannheim realisiert werde. Dabei werden Führungskräfte der Stadt von Professor/innen der Hochschule in Richtung Höhere Laufbahn qualifiziert. Nach der Würdigung für Prof. Nagy als erfolgreichen Hochschulmanager ging Sekmen auf die „Stabübergabe“ an Prof. Daglioglu ein, die über ein bemerkenswertes berufliches Profil verfüge und die HdWM erfolgreich in die Zukunft führen werde.

Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Rupert Felder sieht Digitalisierung als Herausforderung

Der Vorsitzende des Kuratoriums der HdWM, Prof. Dr. Rupert Felder, ging in seinem Statement auf die Herausforderungen der Digitalisierung ein. Am Beispiel seines Unternehmens, der Heidelberger Druckmaschinen AG, spannte er einen Bogen von Technologieführerschaft, Operational excellence zur digitalen Transformation. Smart Printshop und anderes mehr erfordern neue Denkansätze wie die komplette Digitalisierung des Kundeninterfaces und Kundenzugänge zu allen Dienstleistungen. Digital Roadmap, Digital IN the Company und Digital Roadmap IN HR werden den Arbeitsmarkt verändern, wobei die notwendigen Qualifikationen auf die Agenda müssen. Staat und Wirtschaft definieren das Tempo der Herausforderungen.

Über Prof. Nagy führte Prof. Felder aus, dass er quasi die Neuerfindung der Arbeits- und Unternehmenswelt möglich gemacht habe. „Eloquenz im Vortrag und Brillanz im Inhalt prägten Nagy akademisches Wirken an der HdWM. Die Diversifizierung der Lehre und der Aufbau weiterer Studiengänge sind wichtige Meilensteine in seines Wirkens. Drei Jahre Präsidentschaft von Prof. Nagy haben nachhaltige Spuren hinterlassen. Und dass der nahtlose Übergang zur neuen Präsidentin von ihm selbst initiiert wurde, zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht“.

Prof. Nagy bedankt sich beim HdWM-Team, Thiemo Fojkar und Wolfgang Dittmann

„Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und konnte nur über meine eigenen Begabungen und Fähigkeiten ein Studium angehen“, so beginnt Prof. Nagy in seinen Dankesworten. „Ich möchte alle jungen Menschen dazu ermuntern, die ersten Akademiker in ihren Familien zu werden. Die riesigen Begabungspotenziale in eher bildungsfernen Familien zu erschließen, wollen wir als Chance begreifen Dadurch bringen wir auch die Gesellschaft als Ganzes weiter. Was mein Wirken an der HdWM betrifft, freue ich mich besonders darüber, dass es mir gelungen ist, die Studiengänge Psychologie und Management, Soziale Arbeit – Integrationsmanagement sowie zwei Masterstudiengänge zu implementieren“. Hinzu kam die Initiative „Karriere inklusive“, die es Menschen mit Handicap ermöglicht, ein Studium anzugehen. 30 junge Menschen konnten davon bereits profitieren. Ermöglicht wird dies durch das außergewöhnliche finanzielle Engagement der Marie-Luise und Normann Stassen Stiftung.

Nagy weiter: „Ich durfte hier an der HdWM viel lernen. Meinem gesamten HdWM-Team danke ich von ganzem Herzen. Ich sah mich als ,systemorientierten Führer‘, der alle relevanten Felder miteinander zu vernetzen vermochte – das war genau mein Ding. Es war eine gute Zeit, aber ich dachte auch stets daran, rechtzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dabei war mir eines wichtig: Der große Rückhalt unseres Hauptgesellschafters, des Internationalen Bundes. Stets habe ich das uneingeschränkte Vertrauen der Herren Fojkar und Dittmann verspürt. Für dieses Vertrauen möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Thiemo Fojkar als spiritus rector eines völlig neuen Hochschul-Modells

Der Internationale Bund (IB) ist Mehrheitsgesellschafter der HdWM. Sein Vorstandsvorsitzender, Thiemo Fojkar, wird von Wolfgang Dittmann als spiritus rector des Hochschulmodells der HdWM bezeichnet. Fojkar: „Wir betrachten die HdWM von Anfang an als perfekte Ergänzung unseres vielfältigen IB-Bildungs-Portfolios. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Prof. Nagy hat die HdWM einen bemerkenswerten Zuwachs erfahren. Die Studierendenzahl hat sich in diesen drei Jahren fast verdoppelt, genauso wie die Anzahl der Studiengänge. Wir als IB haben volles Vertrauen in die Führung der HdWM, auch in die künftige mit Prof. Daglioglu als Präsidentin. Die Hochschule ist und bleibt auf der Erfolgsspur. Dass wir ausgerechnet heute, am 5. April, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, den ersten Spatenstich für das IB-Leuchtturmprojekt IB Campus Mannheim feiern durften, zeigt die Zukunftsfähigkeit des gesamten Projektes. Man stelle sich vor: Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule, diverse weiterführende Schulen, einschließlich der Carlo-Schmid-Schule, bis zum Bachelor- und Master-Studium an der HdWM – alles integriert in einem Bildungs-Campus. Das ist sicher einmalig in ganz Deutschland“.

Neue Präsidentin als „Interkulturelle Vorreiterin“

In seiner Moderation zur Überleitung zum Redebeitrag der neuen Präsidentin, spricht Dittmann von einer „Interkulturellen Vorreiterin“ und Säule der Hochschule. Prof. Daglioglu: „Von Herzen danken möchte ich zunächst meinen beiden Vorgängern im Amt, Prof. Egle und Prof. Nagy. Beide haben Außerordentliches für diese Hochschule geleistet. Lieber Franz – ohne Dich wären wir heute Abend nicht hier. Du hast die Idee einer wirtschaftsnahen Hochschule mit besonderem Profil in die Tat umgesetzt und damit für uns alle hier die Grundlagen geschaffen. Lieber Michael – Deinem strategischen Geschick und deinem schier unendlichem Engagement und Deiner Kraft ist es zu verdanken, dass die HdWM heute so breit und attraktiv aufgestellt ist. Ich betrachte dies beides als ein großes Geschenk, gleichzeitig aber auch als eine Herausforderung, die HdWM auch in Zukunft auf ihrem Erfolgskurs weiterzuführen“.

Internationaler Bund als Garant für internationale und interkulturelle Vielfalt an HdWM

Prof. Daglioglu dankte IB-Chef Thiemo Fojkar und fühlt sich geehrt, dass es der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Bundes sei, der bei ihrer Einführung gesprochen habe. Sie nehme den Internationalen Bund als einen bedeutenden Player der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland wahr, der in vielfältigen Projekten und Institutionen Pionier-Arbeit auf eben diesen Gebieten leiste. Daglioglu weiter: „Was aber kann und muss eine Hochschule in unserer heutigen Zeit leisten? Wie muss eine Bildungsorganisation aufgestellt sein, um den Anforderungen gerecht zu werden, die an sie aus der Gesellschaft herangetragen werden: Schule, Arbeitsmarkt, soziales Umfeld, Internationalisierung und mehr? Und das bei einer fortschreitenden Digitalisierung all dieser Bereiche“. Die HdWM könne auch hier durch ihr innovatives Studienmodell Antworten geben.

Daglioglu: Soziale, ethnische und religiöse Herkunft spielen an der HdWM keine Rolle

Weiter geht Daglioglu auf ein Zitat von Peter-André Alt, den aktuellen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, zum Thema Die neue Idee der Universität, ein. „Wir sind an einer immer noch jungen Hochschule mit einer klaren Fokussierung auf Management-Ausbildungen auf Bachelor- und Masterlevel. Und wir haben genau diese Anpassungsfähigkeit, die gewünschte Nähe zum Arbeitsmarkt, die Ausrichtung auf neue, praxisorientierte Lernmethoden, die individuelle Betreuung sowie Förderung der Studierenden bereits seit der Gründung in den Genen“. Nach Alt habe eine Hochschule auch zu gewährleisten, dass Menschen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und religiöser Herkunft, Menschen verschiedenen Geschlechts und Alters, mit sehr diversen Vorwissen und weit voneinander abweichenden Kompetenzprofilen ihren Weg durch ein Studienfach erfolgreich gehen können. Diese Grundsätze erfülle die HdWM auf ganz besondere Weise.

Das Thema Kultur und Kulturentwicklung stelle sich an der HdWM wie von selbst und es sei es eine wichtige Aufgabe, das Studium als Lernfeld sozialer Interaktion zu betrachten. Das Umgehen mit Kritik, das Einüben von unterschiedlichen Kooperationsformen, das gemeinsame Erarbeiten konstruktiver Lösungen im Team stellen dabei wichtige Meilensteine einer persönlichen wie sozialen Entwicklung dar. Nur dann könne eine Hochschule zu einem Vorbild werden. Und nur dann könne sie eine nachhaltige Wirkung in die Gesellschaft hineintragen. Dies ist mir und uns ein täglicher Ansporn. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von französischen Intermezzos, dargeboten vom hervorragenden Barbara Zechel Trio und ihren überaus anspruchsvollen Darbietungen, darunter der Chanson „La vie en rose“.
Text: Franz Motzko

Posted by on 11. April 2019.

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Categories: Bilder, Bildung & Beruf

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