Politikwissenschaftler Schroeder im WDR-Interview zum Machtkampf in der FDP:\“Griff in die Resterampe naheliegend.\“

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schroeder von der Uni Kassel analysiert in der WDR-Sendung Aktuellen Stunde, weshalb innerhalb der FDP einige Kubicki für den richtigen Nachfolger von Dürr halten:
„Der Versuch eines Neustartes mit Christian Dürr ist gescheitert. Und jetzt ist gewissermaßen der Griff in die Resterampe naheliegend und die Resterampe heißt hier Populismus. Und Kubicki ist erfahren, ist in der Lage Schneisen zu schlagen, eckig und kantig zu sein und damit eine Aufmerksamkeit herzustellen, wie kaum jemand anders in der FDP. Insofern ist die Versuchung Kubicki sehr naheliegend. Ob das allerdings ein Neuanfang ist, da muss man ein großes Fragezeichen machen.“
Spannender Machtkampf erwartet
Schroeder erwartet einen spannenden Machtkampf innerhalb der FDP zwischen Kubicki und Höne: „Höne ist der Chef des größten Landesverbandes der FDP, der etwa 25% der Mitglieder für sich beanspruchen kann. Er ist jung, er ist 39 Jahre, Kubicki ist 74 Jahre. Insofern eine interessante Konstellation: Jung gegen Alt, großer Landesverband gegen kleiner Landesverband,jemand der Zukunft für sich reklamiert, dass in einer seriöseren Weise als Kubicki. Und Kubicki ist eben die Vergangenheit der FDP, die aber in dieser Situation durchaus eine gewisse Plausibilität für sich hat im Sinne des populistischen Moments. […] Also das ist eine hochspannendeMachtkampf Situation innerhalb der FDP mit offenem Ausgang.“
Die Aktuelle Stunde läuft um 18.45 Uhr im WDR und ist anschließend in der ARD Mediathek abrufbar.
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