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„Plug & Work“: Jetzt zieht das Homeoffice um in den Garten

„Plug & Work“: Jetzt zieht das Homeoffice um in den Garten

Hamburg im Juli 2021 – Das zeitraubende und CO2-produzierende Pendeln zum Büro in die City ist „out“. Beschleunigt durch Corona arbeiten immer mehr Deutsche im Homeoffice – und werden dort mindestens anteilig auch bleiben. Zu Hause allerdings prallen nun häufig berufliche Anforderungen und Umstände des privaten Lebens aufeinander. Der Hamburger Tischlermeister Stefan Bánk hat deshalb eine „Plug & Work“-Lösung entwickelt: Der Inhaber der Zweithaus GmbH bietet seit Juni unter dem Namen „myOFFICE“ einen komplett ausgestatteten Bürowürfel an, den Daheim-Arbeitende im Garten aufstellen können. In dem modernen Holzhaus sind Schreibtisch, WLAN und Heizung inklusive. Interessant für Arbeitnehmer wie Selbständige: Das Finanzamt stuft das Modell als „außerhäusiges Büro“ ein und honoriert die Investition mit Steuervorteilen.

Der Arbeitsplatz im Wohnhaus ist beengt, die Kinder spielen lautstark nebenan, die Waschmaschine rumpelt, das WLAN ist notorisch überlastet. Homeoffice ist manchmal frustrierend! Wer über eine Platzreserve im Garten, in einem Innenhof oder auf einem Vorplatz verfügt, kann sich neue Freiräume für die Konzentration im Job schaffen. Gartenhäuschen, in denen man auch arbeiten kann, sind inzwischen zwar viele auf dem Markt zu haben, doch Stefan Bánk hat für sein Hausdesign die Perspektive gewechselt: „Ich wollte einen ganzjährig nutzbaren, komfortablen Arbeitsplatz im Grünen schaffen, nicht nur ein Gartenhaus mit zusätzlicher Bürofunktion“, betont er.

Garten-Arbeit neu gedacht
Bánks Unternehmen mitten im Hamburger Stadtteil Altona, die Zweithaus GmbH, ist auf moderne Holzhäuser spezialisiert. In dem Modell „myOFFICE“, dessen Grundidee Stefan Bánk im Januar 2021 bei einem Abendessen mit Freunden zunächst auf einer Papierserviette skizziert hat, hängen ab Werk zwei Infrarot-Heizplatten an der Decke. Sie wärmen den gesamten Raum für die kalte Jahreszeit. Man betritt das Büro mit der Lärchenholz-Fassade und den isolierten Fenstern durch eine Doppeltür, blickt auf Innenwände aus Birke Natur und startet sein Tagwerk an einem ebenfalls bereits im Paket enthaltenen Schreibtisch. Die Verbindung zur Arbeitswelt außerhalb des Gartens stellt der WLAN-Cube her, der 50 Megabit pro Sekunde leistet. Für die Stromzufuhr reicht ein Kabel vom Haupthaus oder eben das Rasenmäher-Kabel aus. Als Extras können Eigentümer das „myOFFICE“ zum Beispiel mit einer Tischleuchte, einem Loungechair, einer Garderobe sowie einer Stehleuchte ergänzen.

Genehmigungsfrei und mobil
2,4 mal 4 Meter an Grundfläche sollten Eigentümer übrighaben, die ihren Garten – ob am Reihenhaus oder neben der Villa – mit „myOFFICE“ ausstatten wollen. „Interesse an dem Konzept haben vor allem Kunden in den Vorstädten oder den Speckgürteln der Städte“, beobachtet Stefan Bánk. Wer Platz fürs Homeoffice gewinnen will, könnte auch ganz klassisch in einen Anbau investieren. Doch braucht man für Anbauten immer grünes Licht vom lokalen Bauamt – wo vielerorts Genehmigungsfristen von einem Jahr keine Seltenheit sind. Das Freiluftbüro, aus dem man heraus entspannt auf Blumen und Bäume schaut, ist dagegen genehmigungsfrei. Es benötigt kein Betonfundament, sondern wird fest auf einem patentierten Schraubfundament oder alternativ auf Stellfüßen verankert. Für einen Komplettpreis von 27.400 Euro kommt das Häuschen per LKW frei Haus. Nach einer Montagezeit von ein bis zwei Tagen kann die neue Ära der Garten-Arbeit beginnen! Zieht der Eigentümer um oder gestaltet den Garten neu, macht das Büro im Übrigen einen Standortwechsel problemlos mit.

Steuerlich voll absetzbar
Langwierige Diskussionen mit einer anderen Behörde, dem Finanzamt, brauchen Eigentümer des Garten-Homeoffice nicht zu fürchten. Ein außerhäusiges Arbeitszimmer, also außerhalb des Wohnhauses gelegen, ist steuerlich voll absetzbar, sofern das Garten-Büro ausschließlich beruflich genutzt wird. Ohne Betonfundament gilt das grüne Büro als „bewegliches Wirtschaftsgut. Daraus folgt ein Steuervorteil für die Anschaffungskosten, der die Investition sowohl für angestellte als auch für selbständige Eigentümer zusätzlich attraktiv macht. Auf noch 170 Euro monatlich bei einer Finanzierungslaufzeit über zehn Jahre taxiert der Finanzierungspartner, den der Entwickler Stefan Bánk hinzugezogen hat, die Investition als Vollfinanzierung. Auch Betriebe, die einen Arbeitsplatz im Grünen für Firmenangehörige einrichten, können die Ausgaben für die Mitarbeiterbindung beim Fiskus geltend machen.

Weitere Informationen
– Über das Konzept von „myOffice“ unter https://zweithaus.com/myoffice/
– Zum Steuervorteil: https://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/arbeitszimmer/steuersparmodell-arbeitszimmer-im-gartenhaus-ideal-nicht-nur-in-corona-zeiten.html

Posted by on 1. Juli 2021.

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Categories: Vermischtes

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