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Pflegebetrug durch kriminelle Banden erfordert konsequente Strafverfolgung / bpa-Präsident warnt davor, die gesamte Pflegebranche unter Generalverdacht zu stellen

Immer wieder aufs Neue kursieren Berichte über
Betrugsfälle russischer und osteuropäischer Pflegedienste. Aktuell
liegt ein Abschlussbericht der Landeskriminalämter vor, aus dem
hervorgeht, dass 230 Pflegedienste osteuropäischer Gründer bundesweit
systematisch Abrechnungsbetrug betreiben. Diese sollen von der Mafia
durchsetzt sein und mit kriminellen Pflegebedürftigen sowie Ärzten
zusammenarbeiten. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater
Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), stellt klar: „Diese
offensichtlich schwer kriminellen Fälle konnten aufgrund eines
funktionierenden Kontrollsystems aufgedeckt werden und müssen nun
entsprechend strafrechtlich verfolgt werden.“

Gleichzeitig warnt der bpa jedoch davor, angesichts dieser
kriminellen Machenschaften mit offenkundig mafiösen Strukturen die
gesamte Branche zu verunglimpfen. „Aktuell stehen 230 Dienste von
rund 14.000 in Deutschland im Verdacht, systematisch
Abrechnungsbetrug zu betreiben. Daher sollte Bandenkriminalität nicht
zum Anlass genommen werden, Tausende von ambulanten Diensten mit
ihren Mitarbeitern zu diskreditieren und Pflegebedürftige und ihre
Angehörigen zu verunsichern.“ Weiter fordert der bpa-Präsident:
„Statt Aktionismus und Misstrauenskultur brauchen wir handlungsfähige
Staatsanwaltschaften, die in rechtstaatlichen Verfahren zu
Gerichtsurteilen kommen.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa
23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.:
030/30 87 88 60, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Mai 2017.

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