Otto Brenner Preis 2026: Otto Brenner Stiftung zeichnet investigativen Journalismus aus

Der mit 5.000 Euro dotierte Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus geht an Caterina Lobenstein (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/otto-brenner-preis-fuer-kritischen-journalismus/) (Die Zeit/Dossier). Die Jury prämiert ihre kontinuierliche Berichterstattung zum Thema Wohngerechtigkeit. Anhand des Beispiels Vonovia zeigt Lobenstein in ihrem Beitrag\“Das Amt zahlt. Vonovia kassiert\“, erschienen am 3. Juli 2025 in Die Zeit, wie Wohngeld zur Milliardensubvention für Immobilienkonzerne wird – und die Politik tatenlos zusieht.
Der neu ausgelobte Preis für die beste lokale Recherche, dotiert mit 3.000 Euro, geht an David Fuhrmann und Leon Meckler (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/beste-lokale-recherche/) für den Beitrag\“Schweinejob\“, erschienen am 4. Februar 2026 im digitalen Lokalmedium RUMS. Die Autoren werfen ein Schlaglicht auf ein besonders perfides Modell moderner Ausbeutung von Arbeitskräften in einem fleischverarbeitenden Betrieb im Raum Münster.
Der Newcomer*innenpreis für engagierten Journalismus, dotiert mit 3.000 Euro, geht an die freie Journalistin Clara Hoheisel (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/newcommerinnenpreis/). Ausgezeichnet wird ihr Beitrag\“Was es bedeutet, Pflegeeltern zu werden\“, erschienen am 22. Januar 2026 bei Deutschlandfunk Kultur.
Die Jury hat vier Recherche-Stipendien vergeben, dotiert mit insgesamt 25.500 Euro. Enno Schöningh (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/recherche-stipendium-enno-schoeningh/) (Wochentaz) schaut sich in seiner Recherche\“Macht durch den Weltraum\“an, wer die in modernen Gesellschaften unverzichtbare Infrastruktur für Navigation und Kommunikation kontrolliert. Nathalie Bertrams (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/recherche-stipendium-nathalie-bertrams-und-tristen-taylor/) (freie Journalistin) und Tristen Taylor (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/recherche-stipendium-nathalie-bertrams-und-tristen-taylor/) (freier Journalist) wollen anhand eines vermeintlich grünen Konsumproduktes aus Afrika die Komplexität und Widersprüchlichkeit von Nachhaltigkeitsversprechen, Rohstoffnutzung und globalen Lieferketten aufzeigen. Till Uebelacker (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/recherche-stipendium-till-uebelacker/) (freier Journalist) recherchiert, ob ein Familienunternehmen die Etablierung von Betriebsräten in seinen Filialen im gesamten Bundesgebiet verhindert. Diefreien Journalist*innen Olivia Samnick, Laila Sieber und Bartholomäus Laffert (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/preistraegerinnen-2026/recherche-stipendium-samnick-sieber-laffert/) vom Selbstlaut-Kollektiv recherchieren zu Dual-Use-Technologien – und schauen sich an, wie Güter, die einst für zivile Zwecke entwickelt wurden, zunehmend ins Zentrum moderner Kriegsführung rücken.
Aus insgesamt 539 Bewerbungen hat die Jury Anfang Mai in Frankfurt am Main die Preisträger*innen sowie Stipendiat*innen ausgewählt. Der Jury gehören an (https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis/#c390): Christiane Benner (IG Metall-Vorsitzende/OBS-Verwaltungsratsmitglied), Brigitte Baetz (freie Journalistin und Medienexpertin, u.a. Deutschlandfunk, Sendung\“mediasres\“), Nicole Diekmann (ZDF-Korrespondentin im Hauptstadtbüro Berlin), Prof. Dr. Volker Lilienthal, Henriette Löwisch (Leiterin der Deutschen Journalistenschule München), Prof. Dr. Heribert Prantl (Kolumnist und Autor, Süddeutsche Zeitung) und Harald Schumann (Gründer und Reporter bei Investigate Europe).
Die Otto Brenner Stiftung verleiht in diesem Jahr den Otto Brenner Preis zum 21. Mal. Ausgezeichnet werden journalistische Beiträge, die sich in besonderer Weise am Leitgedanken der Ausschreibung\“Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten\“orientieren und diesen beispielhaft umsetzen.
Die Otto Brenner Stiftung ist die Wissenschaftsstiftung der IG Metall. Namensgeber des Preises ist Otto Brenner, der von 1956 bis 1972 erster Vorsitzender der IG Metall war. Der Preis knüpft an sein politisches und gesellschaftliches Vermächtnis an:
\“Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit.\“(Otto Brenner 1968)
Bei der Preisverleihung kooperiert die OBS in diesem Jahr erstmals mit Netzwerk Recherche (https://netzwerkrecherche.org/). Der Verein mit mehr als 1.300 Mitgliedern setzt sich dafür ein, journalistische Recherchen sowie Lokal- und Qualitätsjournalismus zu stärken.
Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 19 Uhr in der Halle 424 in Hamburg vor der Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz statt und wird von Damla Hekimoglu (Journalistin beim NDR) moderiert.
Informationen zu den prämierten Beiträgen, zu den Preisträger*innen und den Jurymitgliedern sowie die Anmeldung zur Preisverleihung finden Sie hier: www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-preis
Pressekontakt:
Otto Brenner Stiftung
Geschäftsführer
Can Gülcü
Telefon: 069-6693-2526
E-Mail: info(at)otto-brenner-stiftung.de
www.otto-brenner-stiftung.de
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