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NOZ: Umstrittene Tiertransporte außerhalb Europas: Bund bürgte mit Millionenbetrag

Umstrittene Tiertransporte außerhalb Europas:
Bund bürgte mit Millionenbetrag

Rinder-Export nach Ägypten mit 3,4 Millionen Euro abgesichert –
Grüne kritisieren Regierung

Osnabrück. Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren
umstrittene Lebendtransporte von Rindern ins nicht-europäische
Ausland mit Exportgarantieren in Millionenhöhe abgesichert. Das
berichtet die \“Neue Osnabrücker Zeitung\“ unter Berufung auf eine
Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der
Grünen. Demnach habe der Bund für zwei Lieferungen von Zuchtrindern
nach Ägypten mit insgesamt 3,4 Millionen Euro gebürgt. Um solche
Tiertransporte hatte es zuletzt politischen Streit gegeben, weil
Tierschutzbestimmungen auf den langen Transporten möglicherweise
nicht eingehalten werden und die Tiere auf dem Weg zum Zielort leiden
könnten.

Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff sagte der \“NOZ\“ zu den
Bürgschaften: \“Es ist bestürzend, dass die Bundesregierung diese
Geschäfte mit Millionenbeträgen absichert, statt die Tiere vor den
tagelangen Transporten in Hitze und Enge zu schützen.\“ Seiner
Einschätzung nach ist der Transport nach Ägypten \“in keinem Fall\“ mit
europäischen Tierschutzbestimmungen in Einklang, so der Agrarexperte
der Grünen-Bundestagsfraktion. \“Und nachweislich steht vielen Rindern
aus deutschen Ställen nach dem leidvollen Transport und einem kurzen
Leben in der Milchproduktion ein grausamer Tod bevor.\“ Ohne die
Bürgschaft des Bundes sei den Tieren dieses Schicksal womöglich ganz
erspart geblieben.

Neben Rinderexporten sicherte der Bund in den vergangenen Jahren
auch weitere Projekte aus dem Bereich Landwirtschaft ab. Das
Bundeswirtschaftsministerium nennt 20 Vorhaben mit einem
Bürgschafts-Volumen von insgesamt 124 Millionen Euro. Darunter
Mastställe für Schweine und Geflügel in der Ukraine oder Russland. In
diesem Jahr sicherte der Bund die Lieferung von
Schweinestallequipment nach Mexiko mit einer Bürgschaft in Höhe von
14 Millionen Euro ab. Einspringen musste der Bund drei Mal mit
insgesamt 33,1 Millionen Euro für geplatzte Stall-Projekte in der
Ukraine.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 25. April 2019.

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