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NOZ: Schärfere Düngeregeln: Bauern und Land Niedersachsen fürchten um Weizen-Ernte

Schärfere Düngeregeln: Bauern und Land
Niedersachsen fürchten um Weizen-Ernte

Kritik an Nitrat-Plänen der Bundesregierung – Wasserversorger: Es
muss noch strenger

Osnabrück. An der neuerlich geplanten Verschärfung der Düngeregeln
gibt es massive Kritik aus Politik und Wirtschaft. Bauernpräsident
Joachim Rukwied und Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara
Otte-Kinast (CDU) warnten in der \“Neuen Osnabrücker Zeitung\“, die
Pläne der Bundesregierung gefährdeten nicht nur Bauernhöfe, sondern
hätten auch Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion. So sei die
Herstellung von Qualitätsweizen nicht mehr sichergestellt, wenn die
Düngung in einigen Regionen pauschal um 20 Prozent gesenkt würde,
kritisierte Rukwied angesichts der Pläne der Bundesregierung. Er
sprach von \“fachlichem Unsinn\“. Otte-Kinast betonte: \“Wenn aufgrund
der neuen Vorgaben die Pflanzen unterversorgt sind und plötzlich kein
Backweizen mehr angebaut werden kann […], dann hat das direkten
Einfluss auf das Einkommen landwirtschaftlicher Familienbetriebe.\“
Sie warnte vor einem \“Strukturbruch\“ auf dem Land.

Auf Druck der EU-Kommission will die Bundesregierung die erst 2017
reformierte Düngeverordnung weiter verschärfen. Andernfalls drohten
hohe Strafzahlungen. Deutschland war zuvor bereits vor dem
Europäischen Gerichtshof verurteilt worden, weil in der Vergangenheit
vielerorts Nitra-Grenzwerte im Grundwasser überschritten worden
waren. Als Hauptverursacher gilt die Landwirtschaft. Der Stoff
gelangt beim Düngen der Felder in die Umwelt. Die Bundesregierung
hatte zuletzt ein weiteres Maßnahmenpaket nach Brüssel übermittelt.
Laut Rukwied könnte die Folge sein, dass Bauern vielerorts ihre
Tierbestände verkleinern und damit ihre wirtschaftliche Zukunft
gefährden. Otte-Kinast kritisierte, man hätte zunächst abwarten
sollen, ob die ursprüngliche Reform Wirkung zeigt. \“Dass dieser
Schritt nun nicht folgt, sondern eine weitere Verschärfung droht, ist
kaum zu vermitteln.\“

Die deutsche Wasserwirtschaft forderte indes ähnlich wie auch die
EU-Kommission noch weitergehende Maßnahmen. Martin Weyand, beim
Dachverband BDEW für Wasser und Abwasser zuständig, teilte der \“NOZ\“
mit, in besonders betroffenen Regionen bräuchte es größere
Anstrengungen, um Grenzwerte einzuhalten. \“Die vorgeschlagene
pauschale Reduzierung um 20 Prozent kann nicht ausreichen\“, so
Weyand.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. März 2019.

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