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NOZ: Nitrat-Probleme: In Niedersachsen landet weiter zu viel Dünger auf den Äckern

Nitrat-Probleme: In Niedersachsen landet weiter
zu viel Dünger auf den Äckern

Aktuelle Berechnungen weisen hohen Überschuss aus – 50.000 Tonnen
zu viel Stickstoff

Osnabrück. Im Streit um den Grundwasserschutz in Deutschland
kommen aus Niedersachsen keine guten Zahlen: Wie die \“Neue
Osnabrücker Zeitung\“ berichtet, zeigen Berechnungen der
Landwirtschaftskammer, dass in dem Bundesland wohl weiterhin zu viel
Dünger auf den Äckern landet. Demnach fielen zwischen dem 1. Juli
2017 und 30. Juni 2018 rund 50.000 Tonnen Stickstoff mehr an, als
Pflanzen zur Düngung gebraucht hätten. Der Wert ist Bestandteil des
Nährstoffberichtes, den Niedersachsens Agrarministerin Barbara
Otte-Kinast (CDU) am Mittwoch in Hannover vorstellen will. Im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Stickstoffüberschuss um rund
18.000 Tonnen. Vor allem der Einsatz industriell hergestellter
Mineraldünger ging zurück, wohingegen in der Tierhaltung fast gleich
viel Gülle oder Mist anfiel wie zuvor.

Die Daten sind brisant, da Deutschland derzeit mit der
EU-Kommission verhandelt, wie das Grundwasser hierzulande besser
geschützt werden kann. Die Bundesrepublik hatte zwar die Düngeregeln
verschärft, aus Sicht der Kommission reicht das nicht. Viele
Messstellen in Deutschland weisen zu hohe Nitrat-Werte auf. Der Stoff
gelangt vorrangig beim Düngen in die Umwelt und ist potenziell
schädlich für Mensch und Natur. Das Bundesagrarministerium teilte der
\“NOZ\“ mit, zwischen Bundesregierung und den Bundesländern liefen noch
Gespräche, wie sich die Anforderungen aus Brüssel umsetzen ließen.

Niedersachsens Bauernpräsident Albert Schulte to Brinke sagte der
\“NOZ\“, der Rückgang beim Stickstoffüberschuss zeige, dass die Branche
das Problem der Nährstoffüberschüsse angehe. \“Aber richtig ist auch,
dass das noch nicht reicht\“, so Schulte to Brinke.
Grünen-Agrarexpertin Miriam Staudte befand, die Landesregierung habe
\“wirksame Maßnahmen zum Wasserschutz verschlafen\“. Die
Landtagsabgeordnete forderte besonders strenge Auflagen für Regionen
mit hoher Grundwasserbelastung. Greenpeace-Agrarexperte Martin
Hofstetter forderte wirkungsvolle Maßnahmen zum Grundwasserschutz. Er
sagte der \“NOZ\“: \“Die Dünge-Vorschriften im benachbarten Ausland, ob
Dänemark oder Niederlande sind in vielen Punkten strenger als bei
uns.\“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 20. April 2019.

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