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NOZ:Ökonomen warnen vor schmerzhaftem Strukturwandel in Kohlerevieren

Ökonomen warnen vor schmerzhaftem Strukturwandel
in Kohlerevieren

IW-Experte Bardt: Staat kann Ansiedlung neuer Industrien nicht
steuern

Osnabrück Trotz Milliardenhilfen vom Bund müssen sich
Braunkohlereviere wie die Lausitz nach Einschätzung von Ökonomen auf
einen schmerzhaften Strukturwandel einstellen. \“Die Vorstellung, dass
der Staat zentral steuern kann, wo sich bestimmte Industrien
ansiedeln, ist abwegig. Das funktioniert auf lange Sicht nicht\“,
sagte Hubertus Bardt, Experte für Strukturwandel am Institut der
deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Gespräch mit der \“Neuen
Osnabrücker Zeitung\“. Auch die Idee, verstärkt Bundesbehörden im
Braunkohlerevier Lausitz anzusiedeln und so eine wirtschaftliche
Dynamik in Gang zu setzen, sei \“wenig überzeugend\“, sagte Bardt. \“Die
Politik muss aufpassen, dass sie keine unerfüllbaren Erwartungen
weckt.\“ Bardt wies darauf hin, dass sich die Lage in den einzelnen
Revieren stark unterscheide. So seien im rheinischen Revier
prozentual deutlich weniger Jobs von der Braunkohle abhängig als etwa
in der Lausitz. Ähnlich äußerte sich der Regionalforscher Uwe Neumann
vom RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. \“Das
rheinische Revier liegt nicht weit weg von den großen Städten Köln
und Düsseldorf. In der Lausitz wird es sicherlich schwieriger
werden.\“ Neumann hält die Förderung der Braunkohleregionen im
Strukturwandel zwar für sinnvoll. Zugleich sei klar, \“dass die
Politik nicht einfach Prosperität in einer Region
herbeisubventionieren kann. Sie kann nur die Rahmenbedingungen für
die Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Industrien herstellen.\“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. Mai 2019.

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