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NOZ: Katholischer Moraltheologe: Frauen in Verwaltung reichen nicht aus

Katholischer Moraltheologe: Frauen in Verwaltung
reichen nicht aus

Prof. Daniel Bogner sieht Vorbildcharakter der Initiative \“Maria
2.0\“ für alle Laien

Osnabrück. Der Moraltheologe Daniel Bogner glaubt, dass die
katholische Fraueninitiative \“Maria 2.0\“, die sich gegen
Machtstrukturen in der katholischen Kirche richtet, ein Vorbild für
alle Laien sein könnte. Im Interview mit der \“Neuen Osnabrücker
Zeitung\“ sagte Bogner: \“Viel zu lange hat man blind darauf vertraut,
dass gerade die aufgeschlossenen Reformbischöfe die Anliegen schon
weitertragen. Heute muss man feststellen: Das hat viel zu wenig
bewirkt.\“ Frauen in der Kirchenverwaltung Leitungsverantwortung zu
übertragen reiche nicht aus: \“Das droht schnell zu einem Feigenblatt
zu werden, um die Frage nach dem Weihezugang und der Gleichheit der
Geschlechter zu vermeiden\“, kritisierte Bogner, der sechs Jahre lang
als Referent für die Deutsche Bischofskonferenz arbeitete.
\“Theologisch ist es vollkommen unspektakulär, eine Frau zur
Verwaltungsleiterin zu machen.\“ Die Vielseitigkeit der Begabungen
von Frauen werde damit schlicht ignoriert. Die Kritik vieler Bischöfe
an \“Maria 2.0\“ kann Bogner nicht nachvollziehen. Denn hier gehe es
nicht um plumpes Kirchenbashing, sondern um Kritik, die aus dem
Innersten komme. Bogner glaubt, dass die Aktionen der Frauen
Vorbildcharakter haben könnten: \“Es ist wichtig, dass die
Kirchenmitglieder aus dem Status der braven Schäfchen herauskommen
und das Wort ergreifen\“, sagte Bogner. Der Theologe lehrt als
Professor an der Universität Fribourg in der Schweiz.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 14. Juni 2019.

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