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NOZ: Deka-Chefvolkswirt: Deutschland lebt von der Substanz

Deka-Chefvolkswirt: Deutschland lebt von der
Substanz

Kater kritisiert Wirtschaftspolitik der Bundesregierung

Osnabrück. Mit deutlichen Worten hat der Chefvolkswirt der
Deka-Bank, Ulrich Kater, die wirtschaftspolitische Bilanz der
Bundesregierung kritisiert. \“Deutschland lebt zurzeit gut, aber es
lebt von der Substanz. Und die Substanz wird langsam dünn\“, sagte
Kater im Gespräch mit der \“Neuen Osnabrücker Zeitung\“. Der
wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre gehe stark auf die
Arbeitsmarktreformen unter Kanzler Gerhard Schröder zurück. \“Es kann
aber nie eine abschließende Reform geben, mit der alles endgültig
geregelt ist\“, sagte Kater.

Wer sich nicht an eine wandelnde Welt anpasse, roste ein. Das sei
Deutschland passiert. \“Bei Themen wie Infrastruktur, Digitalisierung,
Bildung oder Steuern haben wir zu wenig gemacht. Dazu kommt, dass
Schwarz-Rot einige der Schröderschen Reformen wieder zurückgedreht
hat, etwa im Rentensystem.\“

Kater machte darauf aufmerksam, dass andere Länder ihre
Unternehmenssteuern gesenkt hätten und Deutschland an
Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt habe. \“Das heißt nicht zwangsläufig,
dass wir nachziehen müssen. Aber dann ist die einzige Alternative,
auf die anderen Länder einzuwirken, um einen Steuerwettbewerb nach
unten zu verhindern.\“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 18. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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