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Niedersachsen will bundesweite Weidetierprämie für Schafe und Ziegen bereits ab 2022

Antrag im Bundesrat gestellt – Landesgrüne kritisieren Vorstoß als \“Trostpflaster\“

Osnabrück. Niedersachsen unternimmt einen weiteren Anlauf zur Einführung einer bundesweiten Weidetierprämie. Mit der sollen bereits ab dem kommenden Jahr Schaf- und Ziegenhalter unterstützt werden – auch wegen der anhaltenden Probleme mit dem Wolf. Das berichtet die \“Neue Osnabrücker Zeitung\“ unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag im Bundesrat. Demnach sollen Tierhalter pro Mutterschaf 30 Euro bekommen. Diese sollen von den sogenannten Direktzahlungen abgezweigt werden und \“die Einkommenssituation der Schäfer nachhaltig verbessern\“, heißt es im Antrag.

Für die Umsetzung brauchte es selbst bei einer Mehrheit im Bundesrat – dieser hatte bereits zweimal dafür gestimmt in den vergangenen Jahren – die Unterstützung der Bundesregierung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium verwies auf Anfrage der \“NOZ\“ auf die ab 2023 im Zuge der Reform der EU-Agrarsubventionen geplanten Weidetierprämien für Schafe, Ziegen und in diesem Fall auch Mutterkühe. Eine um ein Jahr vorgezogene Prämie scheint das Ministerium nicht zu unterstützen. Kritik kam auch aus Niedersachsen selbst. Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der Grünen, monierte, dass der niedersächsische Ansatz die Weidehaltung von Kühen außen vor lasse. Offenbar solle der Antrag eine Art \“Trostpflaster\“ vor Bundestags- und Kommunalwahl in Niedersachsen sein.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. April 2021.

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