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Neugestaltung auf Sylt

Es waren einmal 42,7 Hektar inmitten der Insel, die bis zum Jahr 2005 von der Marineflieger-Lehrgruppe besetzt waren. Als auch das Nachkommando ein Jahr später abgezogen war, stellte man sich auf Sylt die Frage, was nun mit dem Gelände und seinen verlassenen Gebäuden geschehen soll. Als die damalige Gemeinde Sylt-Ost zwei Jahre später das Gelände erwarb, stand fest: hier soll alles dem Erdboden gleich gemacht werden, um die Fläche der Natur zurück zu geben. Gäasteinfo www.sylter-deichwiesen.de

Zum obersten Ziel wurde damals die Renaturierung erklärt, um einen Erholungsraum für Flora und Fauna zu schaffen, den auch Insulaner und Gäste für sich nutzen dürfen. Dafür begann man 2011 mit dem Abriss fast aller Gebäude – außer einigen Bunkern und den beiden Hallen 25 und 28, die man per Bürgerentscheid für wichtig und erhaltenswert erklärte und für den Katastrophenschutzfall stehen ließ. Seit 2014 hat das Amt für Umwelt, Landschaft und Küste die Oberaufsicht übernommen, das eine Inventur des Geländes machen ließ, die Pläne für den Abriss erstelle und die Kosten für sämtliche Maßnahmen auf 3,3 Millionen Euro schätze. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Gelände durch ein Tor der Öffentlichkeit unzugänglich gemacht, die nur noch am emsigen Hin und Her der Baufahrzeuge erahnen konnte, wie der Stand der Abrissarbeiten wohl ist. Die Jahre vergingen und auch wenn es von Außen betrachtet nach einem langem Dornröschenschlaf aussah, so herrschte doch reges Treiben auf dem Gelände.
2015 kämpfte man damit, unliebsame Hinterlassenschaften und illegale Verunreinigungen des Geländes zu beseitigen und bis auf die beiden historischen Hallen und die Bunker alles abzureißen. Gemäß dem erstellten Renaturierungsplan wurden die Abrissflächen nachgearbeitet und gesiebt, Freiflächen modelliert, Wälle errichtet und Zäune gebaut. Denn zum Renaturierungsplan gehörte auch die Umwandlung der Flächen in extensiv nutzbare Weiden für Rinderherden, die sich zwischen Brombeerhecken und Rosa Rugosa-Büschen frei auf den wilden Weiden bewegen sollen. Die bestehenden Bunker wurden für Fledermäuse nutzbar gemacht und zwischen kleinen Gewässern, Sand- und Steinhaufen entstanden Lebensräume für Amphibien und Reptilien. Mit dem neuen Landschaftsentwicklungskonzept, das 2016 beschlossen wurde, begann dann die Planung für eine sinnvolle Besucherlenkung, denn Radfahrer und Spaziergänger sollten auf festen Wegen über das Gelände geleitet werden. Dazu wurde im letzten Jahr ein Rad- und Fußweg angelegt, der nun als neue Ost-West-Querung die Inselmitte mit Munkmarsch verbindet und an dort vorhandene Radwege an der K118 anschließt. Dieser neue Weg führt die Besucher sogar über einen Viehtunnel, der es den Rindern ermöglicht, sich innerhalb ihrer Weideflächen völlig frei zu bewegen.

– Quelle: Sylter Rundschau

Posted by on 30. Juli 2018.

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Categories: Urlaub & Reisen

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