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Neue Westfälische (Bielefeld): Finanzieller Druck auf NRW-Studierende wächst Bildungsgerechtigkeit kostet Geld Matthias Bungeroth

Die Sozialerhebung der Studierendenwerke in NRW
enthält viele Daten, die ermutigen. Ein Beispiel: Im
bevölkerungsreichsten Bundesland stammen 52 Prozent der Studierenden
aus einem nicht-akademischen Elternhaus, viel mehr als auf
Bundesebene. Dort liegt die Quote der sogenannten Bildungsaufsteiger
bei nur 48 Prozent. Doch andere Daten zeigen, dass die Politik hart
daran arbeiten muss, dass dieser positive Trend auch erhalten bleibt.
Denn es wird für viele Studierende immer schwieriger, die steigenden
Kosten für den eigenen Lebensunterhalt zu decken. Durchschnittlich
333 Euro pro Monat zahlen sie in NRW für ihre Miete, doch die
BAföG-Pauschale sieht lediglich einen Satz von 250 Euro für das
Wohnen vor. Hier muss die Politik dringend ansetzen und die
Förderrichtlinien den realen Erfordernissen anpassen. Die
Bildungsgerechtigkeit, auf die wir in Deutschland zu Recht so stolz
sind, kostet Geld. Der Staat muss bereit sein, für diese
Zukunftsinvestition das nötige Geld in die Hand zu nehmen. Unsere
Gesellschaft profitiert davon, wenn weiterhin ein knappes Viertel der
Studierenden einen Migrationshintergrund hat – junge Menschen, die
besonders von BAföG-Leistungen profitieren. Wir können es uns nicht
leisten, dieses Wissenspotenzial ungenutzt zu lassen. 70 Prozent der
Studierenden geben an, dass sie keinen Auslandsaufenthalt planen,
weil sie daran durch finanzielle Mehrbelastung gehindert werden.
Horizonterweiterung ist in Zeiten nationalistischer Umtriebe wichtig.
Sie darf am Geld nicht scheitern.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Posted by on 14. November 2017.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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