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Neue Westfälische (Bielefeld): Autobahn 2 als Unfallschwerpunkt in OWL Der Mensch ist wichtiger als die Technik Matthias Bungeroth

Es ist ein arbeitsreicher Sommer für die
Autobahnpolizei in Ostwestfalen-Lippe, die Rettungskräfte,
Feuerwehren, Autobahnmeistereien und allen die sonst noch daran
mitarbeiten, Unfällen auf der Autobahn 2 vorzubeugen. Wenn es dann
doch immer wieder zu Verkehrsunfällen kommt, haben diese Kräfte
ebenfalls mehr als genug zu tun, um Verletzte zu retten,
Fahrzeugwracks zu bergen, Feuer zu löschen und dafür zu sorgen, dass
der Verkehr möglichst rasch wieder fließen kann. All dies tun diese
Frauen und Männer mit hoher Professionalität, Einsatzbereitschaft und
einem Engagement, das oft über tariflich festgesetzte Regeln
hinausgeht. Es ist an dieser Stelle der Platz dafür, all den Kräften,
die diese Arbeit unter Einsatz ihrer Gesundheit und mit hohem Risiko
auch für ihr Leben im Dienste der Gemeinschaft tun, zu danken. Ein
Klasse-Job! Auch wenn tendenziell die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle
in den vergangenen Jahren eher rückläufig ist, steht das
Unfallgeschehen auf der verkehrsreichsten Trasse in
Ostwestfalen-Lippe stellvertretend für eine Entwicklung, die auch auf
anderen Autobahnen, Bundes- und sonstigen Straßen zu beobachten ist.
Das Mobilitätszeitalter stellt an Technik, aber insbesondere an die
Menschen, die hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeugs, Lkw oder dem
Lenkrad eines Motorrads sitzen, immer größere Anforderungen. Denn
auch gute technische Hilfsmittel wie Notbremssysteme, Tempomaten,
Abstandswarner, Warnsysteme für tote Winkel und mehr ersetzen nicht
die Verantwortung der Verkehrsteilnehmer selbst. Werden die Grenzen
dieser Verantwortung überschritten, steigt die Gefahr von Unfällen
dramatisch. Das gilt für eine Autobahn wie die A 2, auf der Fahrzeuge
auf dicht nebeneinanderliegenden Fahrspuren mit oft extrem
unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, ganz besonders.
Auch wenn die jüngste Unfallserie zumeist sehr unterschiedliche
Ursachen hat: Die komplexe Streckenführung mit Steigungen,
Gefällstrecken und unübersichtlichen Kurven macht das Fahren auf
dieser Trasse mit Sicherheit nicht einfacher. Die Erfahrung der
Vergangenheit zeigt: Ein Ausbau auf vier Fahrspuren pro Fahrtrichtung
wird das Problem nicht grundlegend lösen. Denn der Schwerlastverkehr
wird auf absehbare Zeit jedes Jahr zunehmen. Die Verkehrsdichte wird
bleiben. Es hängt vom Menschen ab, Unfälle zu vermeiden. Die Technik
darf uns nicht in Sicherheit wiegen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. August 2019.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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