Neue Lösung für ein altes Pfandproblem

Viele Menschen greifen deshalb auf improvisierte Lösungen zurück. Pfand landet in Plastiksäcken, Einkaufstaschen oder Kartons. Diese sind weder hygienisch noch platzsparend und führen häufig zu ausgelaufenen Getränkeresten, unangenehmen Gerüchen und Verschmutzungen in Wohnungen, Autos oder Büros.
Was lange als lästige Begleiterscheinung hingenommen wurde, ist mit wachsendem Umweltbewusstsein und zunehmender Nutzung des Pfandsystems stärker in den Fokus gerückt: Der Pfandalltag selbst braucht eine praktikable Lösung.
Eine Lösung für den Pfandalltag
Genau hier setzt dasösterreichische Startup bringbag® an. Das Unternehmen hat ein Ordnungssystem entwickelt, das speziell auf die Anforderungen des Pfandalltags zugeschnitten ist – und damit auch für den deutschen Markt relevant ist.
\“Das Pfandsystem funktioniert – aber der Alltag dazwischen wurde bisher nicht mitgedacht\“, sagt Gründer Gernot Glasl.\“Menschen wollen korrekt zurückgeben, sauber sammeln und nichts verschütten. Doch dafür gab es bislang keine wirklich alltagstaugliche Lösung. Genau diese Lücke wollten wir schließen.\“
Während das Einwegpfand in Österreich erst 2025 eingeführt wurde, zeigt die Erfahrung in Deutschland, dass das Grundproblem seit Jahren besteht: Das System regelt die Rückgabe – nicht aber den Weg dorthin.
So funktioniert bringbag®
Der bringbag® besteht aus einem leichten, stabilen Kartonboard, in das PET-Flaschen aller gängigen Größen am Flaschenhals eingehängt werden. Dadurch bleiben sie fixiert, übersichtlich geordnet und lassen sich liegend, also parallel zum Boden, transportieren.
Für Getränkedosen wurden spezielle Adapter aus Silikon entwickelt, die einfach in den bringbag eingesetzt werden. Sie verhindern das Auslaufen von Restflüssigkeiten und die Entstehung unangenehmer Gerüche. Die Adapter sind abwaschbar und spülmaschinenfest.
Das System ist modular aufgebaut: Je nach Bedarf können mehr Flaschen oder mehr Dosen transportiert werden – flexibel und alltagstauglich.
\“Gerade bei Dosen gab es bisher kaum praktikable Lösungen\“, erklärt Glasl.\“Sie lassen sich nicht wiederverschließen, laufen aus und verursachen Schmutz. Mit unseren Adaptern bleibt alles dort, wo es hingehört – und das Zurückbringen geht schneller, weil nichts umgefüllt oder nachgereinigt werden muss.\“
Für Haushalte, Büros und urbane Mobilität
bringbag® richtet sich an urbane Haushalte, Familien, Berufstätige sowie Unternehmen, in denen regelmäßig Pfand gesammelt wird – etwa in Büros, Agenturen, Co-Working-Spaces oder Werkstätten. Das System ist leicht, kompakt und so konzipiert, dass es auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mitöffentlichen Verkehrsmitteln bequem transportiert werden kann.
Neben dem funktionalen Nutzen spielt auch der emotionale Aspekt eine Rolle: Wer sein Pfand sauber und geordnet zurückbringen kann, erlebt Recycling nicht als lästige Pflicht, sondern als selbstverständlichen Teil des Alltags.
\“Wir wollen nicht erklären, wie Recycling funktioniert – das wissen die Menschen längst\“, so Glasl.\“Wir wollen den Umgang mit dem Pfandsystem im Alltag einfacher, sauberer und angenehmer machen.\“
Markteintritt in Deutschland geplant
bringbag® ist bereits in ersten österreichischen Handelsketten erhältlich und soll in den kommenden Monaten auch in Deutschland eingeführt werden. Das Startup versteht sich dabei nicht nur als Produkthersteller, sondern als Lösungsanbieter für einen bislang ungelösten Teil des Pfandsystems: den Pfandalltag.
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