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Neuausrichtung von Hartz IV: Paritätischer begrüßt die Initiative von Bundesarbeitsminister Heil

Der Paritätische Wohlfahrtsverband begrüßt das
Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, den
Koalitionsvertrag beim Wort zu nehmen und einen Sozialen Arbeitsmarkt
für bis zu 150.000 Langzeitarbeitslose zu schaffen und darüber hinaus
zu einer generellen Neuausrichtung der Grundsicherung für
Arbeitsuchende zu gelangen. Der Paritätische reagiert damit auf einen
Gastbeitrag von Hubertus Heil in der FAZ.

\“Wir haben hunderttausende langzeitarbeitslose Menschen, die kaum
noch auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Es ist höchste
Zeit, dass Politik auch für diese Menschen Perspektiven schafft. Da
wo der erste Arbeitsmarkt keinen Platz bereithält, braucht es
passgenaue Hilfen und öffentlich geförderte gute Beschäftigung. Es
ist gut, dass der Arbeitsminister das jetzt anpackt\“, so Ulrich
Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Die Pläne des Bundesarbeitsministers, bei der Schaffung eines
Sozialen Arbeitsmarktes auf längerfristige
sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bei
unterschiedlichen Arbeitgebern – von privat-gewerblichen über
gemeinnützigen bis hin zu kommunalen Arbeitgebern – zu setzen,
markierten einen Meilenstein. Der Paritätische wirbt seit vielen
Jahren für solche Beschäftigungsangebote. Die vorgesehenen vier
Milliarden Euro zur Förderung entsprechender Angebote für zunächst
150.000 Langzeitarbeitslose könnten zwar nur ein Einstieg sein.
Nichtsdestotrotz sei es ein ganz wichtiger Schritt nach vorn.

Positiv bewertet der Paritätische zudem die angekündigte
grundsätzliche Neuausrichtung des Umgangs mit Menschen in Hartz IV.
\“Es wäre schön, wenn der Arbeitsminister mit dazu beiträgt dass das
negative Menschenbild, das Hartz IV prägt, endlich revidiert wird\“,
so Schneider. Respekt und Teilhabe seien dabei grundsätzlich die
richtige Richtschnur für Reformen. Konsequenterweise müssten die
Regelsätze auf eine bedarfsgerechtes Niveau angehoben werden, das
Teilhabe tatsächlich ermöglicht und die schikanösen Sanktionen
abgeschafft werden.

Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel.030/24636305, e-Mail:pr@paritaet.org

Original-Content von: Paritätischer Wohlfahrtsverband, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 29. März 2018.

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