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\“nd.DieWoche\“: Zu teuer, zu ungewiss – Kommentar zur Abstimmung im Ruhrgebiet für eine deutsche Olympia-Bewerbung

 

Eigentlich ist die Vorstellung schön: In 10, 14 oder 18 Jahren wird die Arena auf Schalke in ein riesiges Schwimmbad umgebaut und 60.000 Menschen verfolgen dort olympische Wasserwettbewerbe. Die Stimmung in der Schalker\“Schwimmhalle\“wäre vermutlich großartig, positive Bilder aus Gelsenkirchen würden um die Welt gehen.

Der Traum von Olympischen Spielen in Deutschland, so falsch ist er nicht. Sportgroßveranstaltungen bereiten Millionen von Menschen Freude, sie haben das Potenzial, die lokale Infrastruktur merklich zu verbessern, und auch das Argument, dass sich demokratische Staaten für solche Ereignisse bewerben sollten, damit sie nicht ständig in Diktaturen stattfinden, ist nicht vonder Hand zu weisen.

Trotzdem gibt es gute Gründe, die aktuellen Olympia-Bestrebungen aus Deutschland abzulehnen: Sie sind zu teuer und intransparent. 50 Millionen Euro geben die vier Bewerber alleine in dieser ersten Phase für Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit aus. Dabei könnte man auf den innerdeutschen Wettbewerb verzichten.

Der Deutsche Olympische Sportbund und die Bundesregierung, die die finale Bewerberstadt massiv finanziell unterstützen werden, hätten sich auf eine Bewerberstadt einigen sollen. Sie hätten dafür die Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees und die Frage, wo ein Infrastrukturausbau am nötigsten ist, zur Grundlage nehmen sollen. Dabei wäre wohl eine sinnvolle Bewerbung herausgekommen.Den drei Bewerbern, die bald schon im nationalen Vergleich ausscheiden, wären so geplatzte Träume und Millionenkosten erspart geblieben.

Pressekontakt:

nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Original-Contentvon: nd.DerTag / nd.DieWoche,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 16. April 2026.

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