\“nd.DieWoche\“: Showdown in Aleppo – Kommentar zu den Angriffen auf Kurden in Nordsyrien

Aber das ist wohl nicht das erste Interesse der vomÜbergangspräsidenten Ahmad Al-Scharaa angeführten Machthaber in Damaskus: Ihnen geht es darum, ein freies Kampffeld zu haben, ohne störende Zivilisten. Entsprechend wurden die kurdischen SDF-Einheiten und -Kämpfer zu einem legitimen militärischen Ziel erklärt, von denen man sichfernhalten solle. Statt zu verhandeln, bereitet man sich auf schwere Kämpfe vor, bei denen viel Blut fließen wird. 15 Tote sind schon zu beklagen.
Die internationale Gemeinschaft muss umgehend intervenieren, um die Parteien zum Einstellen der Kämpfe zu drängen. Speziell die USA hielten Hebel in der Hand, um auf Al-Scharaa, der erst kürzlich zu Besuch bei US-Präsident Trump war, einzuwirken. Doch die USA sind schon mit einem anderen Krieg beschäftigt – Hilfe ist von dort kaum zu erwarten. Dann muss sich wohl EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufraffen, Frieden zu stiften. An diesem Freitag trifft sie in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Al-Scharaa. Die EU ist einer der größten Geldgeber des neuen Regimes. Druckmittel hätte sie also.
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