\“nd.DieWoche\“: Kriege am Laufen halten – Kommentar zu Deutschlands Rekord-Rüstungsexporten

Den Grundsatz, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern, hatten die Grünen mit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine umgehend aufgegeben; andere Regierungsparteien hatten ihn nie. Die Bundesregierung verweist darauf, dass mehr als die Hälfte der Exporte an EU- oder Nato-Partnerstaaten gingen. Die Ukraine zählt in die Kategorie\“Drittstaat\“und steht weiter an der Spitze. Schon auf Platz 2 folgen die USA mit 1,3 Milliarden. Sie hatten allein in diesem Jahr schon mehrere staatsterroristische Akte zu verantworten. Dito Israel, das sich auf Platz sechs der belieferten Staaten befindet.
Damit macht sich Deutschland weiter zum Komplizen für schwerste Kriegsverbrechen beider Länder. Diese und die Intentionen dahinter sind gut belegt, und auch israelische Menschenrechtsorganisationen fordern seit Langem einen Stopp deutscher Rüstungsexporte in ihr Land – und von weiteren Kooperationen. Denn die Bundesrepublik importiert außerdem in großem Umfang israelische Waffensysteme und fördert akademische Zusammenarbeit in der Rüstungsforschung.
Wenn das Wirtschaftsministerium mitteilt, jeder Entscheidung gehe eine\“sorgfältige Prüfung\“nach\“den rechtlichen und politischen Vorgaben\“voraus, dann ist das entweder gelogen oder man hat heimlich, still und leise die Kriterien geändert.
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