\“nd.DerTag\“: Europa, du solltest reden – Kommentar zu den Möglichkeiten, den Ukraine-Krieg zu beenden

Was bleibt, ist der Verhandlungstisch, selbst wenn dieser in Moskau steht. Angesichts der zunehmenden Feindlichkeiten müssen sich alle Beteiligten die Frage stellen, wie sie die Zukunft auf diesem Kontinent gestalten wollen. Gegenseitige Anfeindungen helfen wenig, ebenso wenig rassistische Entgleisungen wie jüngst von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Russland als ein Land von\“Barbaren\“bezeichnete.
Die Ukraine ist längst zu einem Mittel geworden. Für Moskau, um seine Beziehung zum Westen zu verhandeln. Für die Europäer, um die vermeintliche Freiheit und europäische Werte zu verteidigen. Dass die Ukraine dazwischen zerrieben wird, interessiert nicht.
Statt dem Land wirklich zu helfen, flüstern die Europäer bei jeder Verhandlungsrunde den ukrainischen Vertretern im Hinterzimmer ein, was sie sagen sollen. Ins Vorderzimmer werden die Moralprediger schon lange nicht mehr vorgelassen.
Russland wird nirgendwohin verschwinden; früher oder später wird man mit Wladimir Putin reden müssen. Denn ewig hält diesen Krieg niemand durch. Putin gibt sich zwar nach außen hart, doch gibt es Anzeichen, dass er gewillt ist, den Krieg zu beenden. Je früher die Europäer von ihrem moralischen Ross absteigen und nicht mehr die Ukraine vorschicken, um für sich zu sprechen, desto schneller könnte Frieden herrschen.
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