\“nd.DerTag\“: Eigentor vor Davos – Kommentar zu den von US-Präsident Trump angedrohten Strafzöllen gegen acht europäische Nato-Staaten

Doch Donald Trumps Ankündigung, ab dem 1. Februar\“Strafzölle\“von 10 Prozent und ab dem 1. Juni sogar 25 Prozent auf sämtliche Waren aus acht europäischen Nato-Staaten – darunter Deutschland – zu erheben, macht Davos zum Politgipfel. Die Maßnahmen des US-Präsidenten sollen bis zu einem\“vollständigen Kauf Grönlands\“gelten.
300 Regierungschefs und Minister werden der für Mittwoch erwarteten Rede Trumps lauschen. Kanzler Friedrich Merz dürfte bei seinem Debüt in Davos den Kurs des leisen, hinhaltenden Widerspruchs fortsetzen. Schließlich spielt die Zeit für Europa und auch für China. Entgegen der Rhetorik der US-Regierung bleiben die Kosten der Strafzölle nicht an Exporteuren im Ausland hängen, sondern treffen die heimische Volkswirtschaft. Importeure und Verbraucher in den USA tragen 96 Prozent der Zolllast, so neue Forschungsergebnisse. Eigentor!
Wenige Monate vor den Kongresswahlen nimmt der Druck auf Trump selbst innerhalb seiner Partei zu, seine Außenpolitik zu mäßigen. Bereits 2025 waren vollmundigen Zoll-Drohungen eher moderate Abschlüsse gefolgt. Zudem könnten die großen Namen der US-Tech-Szene Trump in Davos daran erinnern, dass die EU ein zentraler Markt ist. Microsoft, Facebook und Google sind keine Festung.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.