NATO trainiert das Zusammenspiel von Militär und Gesellschaft: CIMIC Quadriga 2026 startet in Deutschland

Im Mittelpunkt derÜbung steht die Zusammenarbeit zwischen Streitkräften und zivilen Akteuren einem komplexen Krisenszenario. Die Übungsteilnehmenden analysieren Auswirkungen auf Bevölkerung, Verwaltung, Wirtschaft, Infrastruktur und Versorgung und entwickeln daraus ein umfassendes ziviles Lagebild. Ziel ist es, militärische Entscheidungen auf einer belastbaren Grundlage zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit zivilen Partnern weiter zu stärken.
Das Szenario orientiert sich an den sicherheitspolitischen Herausforderungen an der NATO-Ostflanke. Simuliert werden Auswirkungen hybrider Bedrohungen, Einschränkungen kritischer Infrastruktur sowie die Unterstützung der Verlegung alliierter Streitkräfte durch Europa. Die Übung verdeutlicht damit die Bedeutung gesamtstaatlicher Resilienz und eines engen Zusammenwirkens militärischer und ziviler Akteure.
Gastgeber derÜbung ist das Kommando Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr in Nienburg/Weser. Die Übung bringt militärische und zivile Perspektiven zusammen und stärkt die Fähigkeit der NATO-Staaten, auch unter komplexen Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Generalleutnant Gerald Funke verantwortet als Befehlshaber des Unterstützungskommando der Bundeswehr die Zivil-Militärische Zusammenarbeit:\“Der Unterstützungsbereich bildet hierbei die Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Akteuren. Ohne eine umfassende zivile Unterstützung ist die Bundeswehr im Kriegsfall nicht durchhaltefähig.\“Der zweitgrößte Organisationsbereich der Bundeswehr umfasst 55.000 Frauen und Männer und weist durch seine vielfältigen Fähigkeiten die größte zivil-militärische Verflechtung auf.
Bei CIMIC Quadriga 2026 kommt ein Convoy Support Centers (CSC) zum Einsatz. Diese Fähigkeit dient der Unterstützung durchmarschierender alliierter Kräfte und zeigt beispielhaft die Rolle Deutschlands als logistischer Knotenpunkt innerhalb des NATO-Bündnisses. Betrieben wird das CSC durch die Rheinmetall Project Solutions GmbH im Auftrag der Bundeswehr. Damit wird die enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und zivilem Betreiber im Bereich Host Nation Support sichtbar dargestellt.
\“Landes- und Bündnisverteidigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie gelingt nur, wenn Streitkräfte, Behörden, Unternehmen und weitere zivile Partner eng zusammenarbeiten. CIMIC Quadriga 2026 bietet hierfür einen einzigartigen multinationalen Übungsrahmen\“, erklärt Oberst i.G. Stefan Hofmaier, Kommandeur des Kommandos Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr.
CIMIC Quadriga 2026 leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung multinationaler Fähigkeiten im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Die Übung stärkt die Handlungsfähigkeit des Bündnisses und verdeutlicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren in einer zunehmend komplexen Sicherheitslage.
Im Zeitraum vom 14. bis 26. Juni 2026 finden unterschiedliche Teilübungen (Incidents) statt. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns zu, wenn Sie zu einzelnen Incidents berichten möchten.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
Bundeswehrübung CIMIC Quadriga 2026 in Niedersachsen (https://www.bundeswehr.de/de/organisation/unterstuetzungsbereich/zivil-militaerische-zusammenarbeit-der-bundeswehr/cimic-quadriga-2026)
Pressekontakt:
Kommando Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr
Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
Kapitänleutnant Nariman Hammouti (Tel.: 05021 800 3191)
Oberleutnant Jana Lübcke (Tel.: 05021 800 3010)
Am Rehhagen 10
31582 Nienburg/Weser
E-Mail: KdoZMZBwPrOeA@bundeswehr.org
Original-Contentvon: Unterstützungsbereich der Bundeswehr – Presse- und Informationszentrum, übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
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