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Nationalpark Hohe Tauern: 50 Jahre im Dienste des Naturschutzes

Der Nationalpark Hohe Tauern gehörte schon immer zu den großartigsten Hochgebirgslandschaften unserer Erde. Doch am Beginn des 20. Jahrhunderts rückten die Hohen Tauern ins Blickfeld von Wirtschaftsinteressen. Ihr Wasserreichtum sollte für die Energiegewinnung genutzt werden und ihre Schönheit dem Tourismus dienen. Einzelne PionierInnen hatten aber den Mut, sich dem entgegen zu stellen und lancierte Ideen für ein Naturschutzgebiet in Österreich, denen sie mit privaten Grundankäufen auch Nachdruck verliehen. Als dann in den 60er Jahren auch das gesellschaftliche Verständnis für ihr Engagement wuchs, war es politisch konsequent, im Jahr 1971 den entscheidenden Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des Nationalparks Hohe Tauern zu setzen: die „Heiligenbluter Vereinbarung“.

Der Nationalpark Hohe Tauern feiert dieses Jubiläumsjahr auch mit einer exklusiven Pressereise für nationale und internationale JournalistInnen. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, nahe des Großglockners, beobachten diese derzeit das sich durch die wild-romantische Berglandschaft frei bewegende Steinwild und erfahren dabei hautnah mehr über die Bedeutung der „Heiligenbluter Vereinbarung“. Diese war die eindeutige Absichtserklärung zur Errichtung eines drei Bundesländer umfassenden Nationalparks in den Hohen Tauern durch die damaligen Landeshauptleute Hans Sima aus Kärnten, Hans Lechner aus Salzburg und Eduard Wallnöfer aus Tirol.

In direkten Gesprächen mit Direktoren des Nationalparks erfahren die TeilnehmerInnen der Pressereise auch, wie es gelang, diese vorrauschauende politische Entscheidung anschließend „mit Natur & Leben“ umzusetzen, so dass Anfang der 2000er Jahre sogar die International Union for Conservation of Nature (IUCN) dem Nationalpark Hohe Tauern ihre höchst renommierte Anerkennung aussprach.

Einen besonderen Aspekt des Nationalparkmanagements erleben die TeilnehmerInnen zudem in einem Bereich der Kulturlandschaftszone des Nationalparks, im Hollersbachtal in Salzburg: die Einbindung lokaler AkteurInnen, BewohnerInnen und Interessensgruppen in das Management des Nationalparks. Tatsächlich sind Ortsansässige oftmals VertragspartnerInnen des Nationalparks Hohe Tauern und berücksichtigen im Rahmen ihrer gewerblichen Aktivitäten gemeinsam vereinbarte Ziele des Naturschutzes. Ein Engagement, dass sich für alle Beteiligten auszahlt.

Doch der Nationalpark honoriert nicht nur das persönliche Engagement der lokalen Bevölkerung für den Naturschutz, sondern schafft auch neue Berufsfelder, wie die Nationalpark Ranger. Von diesen werden die JournalistInnen am letzten Tag ihrer Reise begleitet, wenn es in das Haus des Wassers in St. Jakob im Defereggental in Tirol geht – einem Bildungszentrum, das speziell auf das Thema Wasser und Klima ausgerichtet ist. Mit Bildungselementen wie diesem und gezielten Bildungsprogrammen, Bildungshäusern, Natur-Trails und sogenannten Hot-Spots werden den BesucherInnen nicht nur ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge der Natur vermittelt, sondern gleichzeitig werden diese auch durch den Nationalpark gelenkt. Dies, so erfahren die Journalisten, ist eine wichtige Aufgabe des Nationalparkmanagements, das so das Naturinteresse hunderttausender Besucher jedes Jahr mit der Notwendigkeit vereint, die Natur vor zu viel menschlicher Interaktion zu schützen.

Zum Ausklang ihrer Reise besuchen die JournalistInnen dann den größten geschlossenen Zirbenwald der Ostalpen, den Oberhausener Zirbenwald. Dort wird der neu errichtete Wildtierbeobachtungsturm besichtigt und bestiegen. Dieser steht exemplarisch für die einfallsreichen Maßnahmen zur Besucherlenkung – und bietet einen wundervollen Blick über die umgebende Landschaft und damit einen Rückblick auf diese Reise durch den größten Nationalpark der Mittelalpen.

Posted by on 8. Juli 2021.

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