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NABU: EU-Subventionen müssen sich klar nach ökologischen Zielen richten / Krüger begrüßt Selbstverpflichtung der Staaten zum Schutz der Biodiversität / Deutschland kann mehr tun

In der am 28. September vorgestellten Selbstverpflichtung \“Leaders Pledge for Nature\“ im Vorfeld des UN Biodiversitätsgipfels versprechen die unterzeichnenden Staaten größere Ambitionen bei den Verhandlungen des globalen Abkommens für die biologische Vielfalt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

\“Mit der Selbstverpflichtung erklärt sich die Bundesregierung bereit, dringend notwendige Schritte zu gehen, um das Ruder noch herumzureißen und die biologische Vielfalt zu retten. Bei den anstehenden Entscheidungen in der EU-Agrarpolitik und dem EU-Haushalt im Oktober kann Deutschland schon jetzt unter Beweis stellen, dass es seine Bekenntnisse ernst meint: Die Subventionen und Anreize der EU-Agrarpolitik müssen sich klar an ökologischen Kriterien orientieren – ansonsten untergraben sie weiter das globale Abkommen für die biologische Vielfalt und verhindern so das Erreichen anderer Biodiversitätsziele. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann der Weltgemeinschaft am Mittwoch auf dem Biodiversitätsgipfel zeigen, dass Deutschland sich seiner globalen Verantwortung bewusst ist und ärmeren Ländern mehr finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung des Abkommens anbieten. Das Budget sollte deutlich aufgestockt werden – 1,5 Milliarden Euro pro Jahr wären ein angemessener Beitrag.\“

Der am 15. September veröffentlichte \“Global Biodiversity Outlook\“ hatte deutlich gezeigt, dass die Weltgemeinschaft bisher an der Umsetzung des Abkommens scheitert: Keines der 20 global gesetzten Biodiversitätsziele der letzten Dekade ist vollständig erreicht worden. Ganz besonders schlecht steht Deutschland bei dem Ziel da, naturschädigende Subventionen zu beenden.

Hintergrund Selbstverpflichtung:

Mit dem \“Leaders Pledge for Nature\“ verpflichten sich die Staaten unter anderem dazu, sich für nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft einzusetzen und biodiversitäts- und klimaschädigende Subventionen zu streichen. Stattdessen sollen Anreize geschaffen werden, um die biologische Vielfalt zu schützen. Deutschland und die EU haben die Selbstverpflichtung mit initiiert und gezeichnet.

Mehr Infos: https://www.leaderspledgefornature.org/

Pressekontakt:

Magdalene Trapp, NABU-Expertin für internationale Biodiversitätspolitik, Mobil
+49 (0)162-2692532, E-Mail: magdalene.trapp@NABU.de

NABU-Pressestelle Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49(0)30.28 49 84-1722 | -1588
E-Mail: presse@NABU.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6347/4718976
OTS: NABU

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. September 2020.

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