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Modernste Satellitentechnik made in Usingen /Übernahme der Media Broadcast Satellite GmbH mit insgesamt 9,5 Mio. Euro gefördert

Debatten aus dem Bundestag,
internationale Sportveranstaltungen oder Bundeswehrfernsehen für im
Ausland stationierte Soldaten. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie
das überhaupt möglich ist? Seit den 50er Jahren liegt im hessischen
Hochtaunuskreis die rund 120 Hektar umfassende Erdfunkstelle Usingen.
Mit mehr als 135 aktiven Antennen, die einen Durchmesser von bis zu
19 Metern haben, ist sie seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Hubs
Deutschlands für Datenverkehr aller Art. So werden von hier aus u.a.
mehr als 230 Millionen Haushalte in 60 Ländern Europas, Nordafrikas
und im arabischen Raum mit rund 225 TV-Programmen versorgt. Zudem ist
die Erdfunkstelle für Datenübertragungen über das Internet an den
weltweit größten Internet-Knotenpunkt in Frankfurt angebunden.

Betrieben wird diese Sendeanlage von der Media Broadcast Satellite
GmbH, einer ehemaligen Tochter der Media Broadcast GmbH (vorm.
T-Systems). Aktuell sind in Usingen rund 70 Menschen damit
beschäftigt, Radioprogramme, Fernsehbilder und Datenströme ins All zu
senden und aus dem All zu empfangen, um sie dann störungsfrei weiter
zu verteilen. Im angeschlossenen hochmodernen Überwachungszentrum
werden 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, Satellitenverbindungen
sowie Netzwerk-Lösungen geschaltet und konstant aufrechterhalten.
Hierbei können die Techniker die Satellitenverbindungen in Echtzeit
überwachen und bei Bedarf direkt in die Übertragungsabläufe
eingreifen.

Die vorherige Muttergesellschaft, ein französisch-amerikanischer
Private-Equity-Fonds, hat den bisherigen Geschäftsführern der Media
Broadcast Satellite GmbH, Christian Fleischhauer und Sven Sünberg,
sowie der technischen Leiterin Qi Zhang-Holste die
Gesellschaftsanteile zum Kauf angeboten. Für die Übernahme der
Anteile stellt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
zur Mitfinanzierung des Unternehmenskaufpreises einen
Innovationskredit in Höhe von 7,5 Mio. Euro und von der BM H
Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen GmbH (1) gemanagte Fonds
weitere 2 Mio. Euro zur Verfügung. Über eine neu gegründete
Holdinggesellschaft (MBS Holding GmbH) erwerben Frau Zhang-Holste,
Herr Fleischhauer und Herr Sünberg die kompletten Anteile an der
Media Broadcast Satellite GmbH. Mit den genannten
Finanzierungsbausteinen von WIBank und BM H wird den neuen künftigen
Gesellschaftern nicht nur die Firmenübernahme, sondern auch ein
zukunftsgerichteter Ausbau des Dienstleistungsportfolios und damit
die Erschließung neuer Märkte ermöglicht.

Märkte der Zukunft

Das Unternehmen hat sich von der reinen Erdfunkstelle zu einem
innovativen Dienstleister für Satellitenkommunikation entwickelt.
Neben der Programmübertragung von mehreren hundert nationalen und
internationalen Fernseh- und Radiosendern ist der gewerbliche
Datenverkehr via Satellit und Internet ein zentraler Geschäftsbereich
der Media Broadcast Satellite GmbH, welcher nach der
Übernahme-Transaktion in besonderem Maße ausgebaut werden soll.
Hierbei sollen z.B. die Kundengruppen regierungsnahe Organisationen
im nationalen und europäischen Umfeld sowie weltweit agierende
Unternehmen verstärkt in den Fokus rücken.

Dank der Förderung dieses innovativen Vorhabens wird der Media
Broadcast Satellite GmbH künftig die Möglichkeit gegeben, besonders
in die Technologie Datenübertragung via Satellit für sogenannte
\“schnell bewegliche\“ Empfängereinheiten, wie PKWs, Flugzeuge und
Schiffe zu investieren. Diese Satellitenübertragungstechnik dient vor
allem der Umsetzung und Verbesserung des globalen
satellitengestützten Datenaustausches für den Straßen-, Luft-, und
Schiffsverkehr und wird damit in den kommenden Jahren z.B. für das
selbstfahrende Auto zu einem der wichtigsten Märkte der Zukunft auf
dem Feld des globalen Datenverkehrs gehören.

\“Hessen ist ein attraktiver Standort für innovative
Technologieunternehmen und soll es bleiben. Mit dem Innovationskredit
tragen wir dazu bei, Hessens wirtschaftliche Zukunft zu sichern\“,
sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

\“Wir freuen uns, dass wir erstmalig die Höchstsumme des
Innovationskredits vergeben konnten. Die große Nachfrage nach dem
Innovationskredit zeigt, wie viele innovative und
investitionsfreudige Unternehmen es in Hessen gibt. Diese zu
unterstützen ist unser Auftrag und den nehmen wir mit Begeisterung
wahr\“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der
WIBank.

Künftig noch mehr Mittel für innovative Vorhaben

Aufgrund der großen Nachfrage nach dem Innovationskredit Hessen
genehmigte der Europäische Investitionsfonds Ende letzten Jahres 2018
einen Erhöhungsantrag sowie eine Laufzeitverlängerung. Somit steht
der WIBank ein Haftungsvolumen von insgesamt 144 Mio. Euro bis zum
30.06.2021 zur Verfügung.

Der Innovationskredit Hessen richtet sich an innovative und/oder
schnell wachsende Unternehmen, auch in der Gründungsphase. Der
Kreditbetrag beläuft sich auf 100.000 Euro bis 7,5 Millionen Euro und
wird über die Hausbanken ausgereicht. Der Kredit kann für
Investitionen, Betriebsmittel und Übernahmen eingesetzt werden. Land,
WIBank und EIF übernehmen 70 Prozent des Ausfallrisikos, 30 Prozent
des Risikos tragen die jeweiligen Hausbanken. Besonderheit: Der
Innovations-Charakter muss beispielsweise durch überdurchschnittliche
Forschungs- und Entwicklungsausgaben, Innovationspreise oder
Patentanmeldungen nachgewiesen werden.

Der Innovationskredit Hessen wird von der InnovFin
KMU-Kredit-Garantiefazilität des Horizon 2020- Programmes der
Europäischen Union (Rahmenprogramm für Forschung und Innovation) und
dem unter der Investitionsoffensive für Europa errichteten
Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ermöglicht.
Zweck des EFSI ist es, die Finanzierung und Durchführung produktiver
Investitionen in der Europäischen Union zu fördern sowie den
verbesserten Zugang zu Finanzierungen sicherzustellen. Die
Finanzierung erfolgt aus Mitteln der WIBank, für die unter anderem
zinsgünstige Refinanzierungsmittel der Europäischen Investitionsbank
(EIB) eingesetzt werden. Das Land Hessen unterstützt das Programm
durch eine Risikopartnerschaft mit der WIBank.

(1) Die BM H ist eine Tochtergesellschaft der Landesbank
Hessen-Thüringen, die der WIBank wirtschaftlich zugeordnet sowie in
die Wirtschaftsförderung des Landes Hessen integriert ist. Die BM H
managt Förderfonds im Auftrag des Landes Hessen.

Wirtschafts- und lnfrastrukturbank Hessen (WIBank)

In Hessen wird seit über 60 Jahren erfolgreiche Förderpolitik
betrieben. Unabhängig, ob die Investitionen im Bereich der
Wirtschaft, des Wohnungsbaus, der Infrastruktur oder der Bildung
liegen; als Förderbank des Landes ist die WIBank als Dienstleister
und Partner der hessischen Landesregierung in vielen Bereichen aktiv.
Sie bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft und bietet
darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Die einzelnen Programme
können in Form von Darlehen, Zuschüssen, Beteiligungen oder
Bürgschaften gestaltet werden. Außerdem ist sie mit
strukturpolitischen Aufgaben betraut – ein einzigartiges
Aufgabenspektrum in der Landschaft der deutschen Förderbanken.

Pressekontakt:
Claudia Ungeheuer
Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)69 9132-3716
E-Mail: claudia.ungeheuer@wibank.de

Original-Content von: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. Mai 2019.

Tags: , ,

Categories: Telekommunikation

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