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Mitteldeutsche Zeitung: zu Gedenken im Bundestag

Es ist bedrückend zu sehen, wie die einst scharfe
Grenze zwischen dem Erlaubten und dem Tabu verschwimmt. Etliche
Äußerungen einer im Bundestag vertretenen Partei relativieren die
Schuld des Nationalsozialismus, stellen das Gedenken infrage oder die
Symbole, die nicht ohne Grund dafür auch in der Mitte Berlins
geschaffen worden sind. Doch die Gefahr liegt eben nicht in der
Partei selbst, sie liegt in dem Umgang mit ihr, in der Lust mancher
daran, die Grenzen verschwimmen zu lassen. Gerade in dieser Woche hat
der Publizist Henryk M. Broder vor der AfD-Fraktion gesprochen, er
hat sich umarmen und fotografieren lassen mit der Fraktionschefin
Alice Weidel. Es ist ein schreckliches, anbiederndes Bild geworden,
und daran ändert auch die butterweiche Entschuldigung Broders im
Nachhinein nichts.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 31. Januar 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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