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Mitteldeutsche Zeitung: Strukturwandel Wirtschaftsminister verärgert: Rosarium und Naumburger Dom sollen Kohle-Geld bekommen

Mit einem Sofortprogramm von 240 Millionen Euro will
der Bund den wirtschaftlichen Umbau der Braunkohleregionen beginnen.
Auf Sachsen-Anhalt entfallen dabei rund 30 Millionen Euro. Das
berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Freitag-Ausgabe). Zu den Projekten, die profitieren könnten, zählen
auch einige mit umstrittenem Nutzen: In die engere Wahl geschafft hat
es das Rosarium in Sangerhausen (Mansfeld-Südharz). Die
Touristenattraktion ist vom Zentrum der Braunkohleindustrie im
Burgenlandkreis rund eine Stunde Autofahrt entfernt. Für 2,5
Millionen Euro soll das Rosarium eine neue Ausstellungshalle
bekommen. Auch zwei weitere Kultur-Vorhaben haben das Aussieben
erfolgreich überstanden. Vorgesehen ist eine Fassadenreinigung am
Naumburger Dom sowie die Sanierung zweier historischer Gebäude in der
Umgebung, Kostenpunkt: 2,6 Millionen Euro.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sieht die
Kulturvorhaben kritisch. \“Die Sofortmaßnahmen im Rahmen des
Kohleausstiegs sollten im Kernrevier stattfinden und dafür sorgen,
dass neue Industriearbeitsplätze entstehen\“, sagte er der MZ auf
Nachfrage. \“Die Reinigung des Naumburger Doms ist in erhöhter Weise
erklärungsbedürftig. Ein Zusammenhang mit dem Kohleausstieg
erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Auf den zweiten auch
nicht.\“ Das Gleiche gelte für das Rosarium Sangerhausen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. März 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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