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Mitteldeutsche Zeitung: Reaktionen auf Studie Handschrift: mangelhaft

Die Handschrift von Schülern wird immer schlechter.
Das hat eine gerade veröffentlichte Studie des Verbands Bildung und
Erziehung (VBE) ergeben. Für Torsten Wahl, VBE-Vorsitzender in
Sachsen-Anhalt, ist das Ergebnis der Befragung wenig verwunderlich.
\“Lehrer haben im Unterricht zu wenig Raum und Zeit, die Handschrift
zu üben\“, kritisierte er. Hinzu komme, dass Kindern oft die
notwendigen Fähigkeiten fehlten. \“Viele Schulanfänger wissen nicht
einmal, wie sie einen Buntstift halten müssen\“, sagte Wahl. Da
seien die Eltern in der Pflicht. Diesen Eindruck bestätigt auch die
Studie. Als wichtigste Gründe für die schlechte Handschrift ihrer
Schüler geben Lehrer wenig Routine sowie schlechte Motorik und
Koordination an.

Thekla Mayerhofer vom Grundschulverband Sachsen-Anhalt sieht darin
auch eine veränderte Lebenswelt gespiegelt. \“Handschrift hat im
Alltag an Bedeutung verloren.\“ Anstatt eines Zettels auf dem
Küchentisch würden Kinder heute eine SMS von ihren Eltern bekommen.
Verteufeln sollte man diese Entwicklung aber nicht. \“Viele Schüler
können dafür besser mit zehn Fingern auf der Tastatur schreiben als
ihre Lehrer.\“

Für die Studie wurden bundesweit 2 000 Lehrer befragt, davon 600
Grundschullehrer. Nach deren Einschätzung haben 41 Prozent der
Schüler Probleme, eine gut lesbare, flüssige Handschrift zu
entwickeln. Und 87 Prozent der Pädagogen sind der Meinung, dass
sich die Handschrift ihrer Schüler in den vergangenen Jahren
verschlechtert habe.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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