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Mitteldeutsche Zeitung: Fall Yangjie Li Mögliches juristisches Nachspiel kann nach Vorlage des Urteils beginnen

Noch vor Weihnachten dürfte sich abzeichnen, was der
nächste Schritt im Verfahren um den Tod der chinesischen Studentin
Yangjie Li ist. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). „Das ganze Urteil liegt
inzwischen schriftlich vor“, bestätigte der Präsident des
Landgerichtes in Dessau-Roßlau, Frank Straube, am Dienstag auf
Anfrage. Ab Zustellung des schriftlichen Urteils bleiben den
Prozessbeteiligten zunächst vier Wochen. In dieser Zeit müssen sie
ihre vor mehr als drei Monaten angekündigte Revision begründen.
Sowohl die Staatsanwalt und die Nebenklage, die die Angehörigen von
Yangjie Li vertritt, als auch die Verteidigung wollen diese
gesetzlich eingeräumte Chance auf Überprüfung durch den
Bundesgerichtshof nutzen.

Yangjie Li war im Mai 2016 in der Dessauer City ums Leben
gekommen, nachdem sie in eine Wohnung gelockt, dort mehrfach sexuell
missbraucht und dabei auf das Schwerste verletzt worden war. Der
Hauptangeklagte Sebastian F. muss nach dem Urteil vom 4. August wegen
Mordes und Vergewaltigung lebenslang hinter Gitter. Bei ihm stellte
das Gericht zudem eine besondere Schwere der Schuld fest. Er muss
also mindestens 15 Jahre in Haft bleiben. Xenia I., Mitangeklagte und
Ex-Freundin, erhielt wegen sexueller Nötigung in besonders schwerem
Fall eine Jugendstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Beide
müssen etwa 60 000 Euro Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen zahlen.
Polizistensohn Sebastian F. trägt zudem noch die Kosten des
Verfahrens.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 15. November 2017.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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