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Mitteldeutsche Zeitung: Europawahl/Osteuropa Ethnologe aus Halle kritisiert EU wegen Orbán

Nach Ansicht des Ethnologen Chris Hann hat die
Europäische Union Mitschuld am Aufstieg des ungarischen
Ministerpräsidenten Viktor Orbán. In einem Interview mit der in
Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe) sagte
Hann, Orbán nutze die herrschenden Umstände in seinem Land geschickt
aus. Für diese sei die \“neoliberale EU\“ größtenteils verantwortlich.
Er ging auch auf die Entscheidung von Kanzlerin Merkel im Jahr 2015
ein, die Flüchtlinge ins Land zu lassen. Dies sei ohne Abstimmung
mit den Partnern geschehen. Danach habe Merkel von diesen Partnern
Solidarität erwartet. Die meisten Ungarn hätten das als deutsche
Dominanz und Arroganz wahrgenommen. Hann ist Direktor am
Max-Planck-Institut für Ethnologische Forschung in Halle.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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