Missbrauch in der Schule / Neuer Deutschlandfunk-Podcast erzählt von Sprachlosigkeit, Schweigen und unzureichenden Konsequenzen

Marie, Hannah und Zoe – ihre Namen wurden von der Redaktion geändert – gehen in unterschiedlichen Bundesländern in die neunte Klasse. Sie machen ähnliche Erfahrungen: Lehrer treten an ihrer Schule privat mit ihnen in Kontakt, geben den Schülerinnen ihre Handynummern oder Mailadressen. Es scheint, als wollten die Lehrer ihnen nur helfen. Aber eigentlich nutzen sie den Austausch, um sich den Schülerinnen emotional und sexuell anzunähern. Es gibt einen Begriff für dieses Vorgehen:\“Grooming\“.
Über fünf Folgen erzählen die jungen Frauen im Podcast der Journalistin und Host Britta Rotsch von ihren Erfahrungen. Das Recherche-Team von\“Die Lieblingsschülerin\“taucht aber auch tief in das System Schule ein. Es spricht mit Eltern der Protagonistinnen, mit Lehrkräften und Schulleiterinnen; es holt die Einschätzung von Juristinnen und Jugendschutzexperten ein. Es konfrontiert die Schulaufsichtsbehörden und zeigt, dass bei Missbrauchsfällen häufig unzureichende Konsequenzen gezogen werden, indem die Täter lediglich an andere Schulen versetztwerden.
Der Podcast\“Die Lieblingsschülerin\“macht sichtbar, wie mangelhaft das Thema an vielen Schulen behandelt wird. Aber auch, welche Maßnahmen bereits helfen, damit Schule ein sicherer Raum für Schülerinnen und Schüler ist.\“Die Lieblingsschülerin\“ist ab 26. Februar in der Deutschlandfunk-App und auf allen bekannten Plattformen abrufbar. https://www.deutschlandfunk.de/die-lieblingsschuelerin-100.html
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