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Mikrobiom: Darmflora rückt bei der Alzheimer- und Parkinson-Prävention zunehmend in den Fokus

 

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, andere Formen der Demenz und Parkinson nehmen weltweit zu. Parallel dazu wachsen die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass diese Erkrankungen nicht nur isoliert im Gehirn entstehen. Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass systemische Prozesse eine wichtige Rolle spielen – darunter chronische Entzündungen, Umweltbelastungen und der Zustand des Darms als zentrale Schnittstelle zwischen Körper, Immunsystem und Gehirn.

Vor diesem Hintergrund veröffentlicht das Informations-Portal\“Alzheimer Deutschland\“, das sich vornehmlich mit dem innovativen Neurostimulations-Verfahren Transkranielle Pulsstimulation (TPS) sowie mit Möglichkeiten der Prävention sowie Neuigkeiten aus der Welt der Neurowissenschaften beschäftigt, ein ausführliches Interview mit dem Mikrobiom-Experten Dr. Paul Hammer, Bioinformatiker, Systembiologe und CEO des Biotechnologie-Unternehmens BIOMES.

Im Gespräch ordnet der Wissenschaftler den aktuellen Stand der Forschung ein und erklärt, welche Rolle das Mikrobiom im Kontext neurodegenerativer Erkrankungen spielen kann – und wo klare Grenzen zu ziehen sind.

Alzheimer und Parkinson: Systemische Zusammenhänge statt isolierter Hirnmodelle

Lange Zeit wurden Alzheimer und Parkinson vor allem als Erkrankungen des Gehirns betrachtet, etwa im Zusammenhang mit Proteinablagerungen wie Beta-Amyloid oder Tau. Heute rücken zunehmend systemische Faktoren in den Fokus der Forschung. Chronische Entzündungsprozesse, Umweltgifte wie Pestizide oder Schwermetalle sowie Veränderungen des Darmmikrobioms werden als mögliche Mitspieler diskutiert.

\“Neurodegenerative Erkrankungen entstehen nicht ausschließlich im Gehirn, sondern sind das Ergebnis komplexer systemischer Prozesse\“, erklärt Dr. Hammer. Das Mikrobiom rücke dabei verstärkt in den Fokus, weil es über die Darm-Hirn-Achse eine zentrale Schnittstelle zwischen Umwelt, Immunsystem, Stoffwechsel und Nervensystem darstelle.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Darm-Hirn-Achse, Blut-Hirn-Schranke und Neuroinflammation

Ein zentrales Thema des Interviews sind daher die Darm-Hirn-Achse und die Blut-Hirn-Schranke.Über immunologische, hormonelle und neuronale Signalwege steht der Darm in engem Austausch mit dem Gehirn. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht oder ist die Darmbarriere beeinträchtigt, können entzündliche Prozesse begünstigt werden, die sich systemisch auswirken.
Studien zeigen zudem, dass chronische Entzündungen die Funktion der Blut-Hirn-Schranke beeinflussen können. Diese Schutzbarriere des Gehirns ist entscheidend dafür, welche Stoffe aus dem Körperinneren ins zentrale Nervensystem gelangen. Neuroinflammation gilt heute sowohl bei Alzheimer als auch bei Parkinson als relevanter Krankheitsmechanismus.

Individuelle Mikrobiom-Diagnostik: Vom Bauchgefühl zur Datenlage

Trotz dieser wachsenden Erkenntnisse fehlt vielen Menschen noch ein konkreter Zugang zu ihrer eigenen Darmgesundheit. Allgemeine Empfehlungen zu Ernährung oder Probiotika bleiben oft zu unspezifisch, zumal die Darmflora sehr sensibel auf die Zuführung allgemeiner Bakterienstämme reagieren kann, mitunter sogar mit einer Verschlechterung des Mikrobiom-Gefüges.
Das eigene Mikrobiom zunächst einmal zu kennen, ist daher der erste Schritt, um sinnvolle Maßnahmen zur Stabilisierung der Darmflora und somit zur Prävention zu ergreifen. Die moderne Mikrobiom-Diagnostik ermöglicht es mittlerweile, das individuelle Darmökosystem detailliert analysieren zu lassen – und zwarganz einfach von zu Hause aus.

Moderne Mikrobiom-Tests: Präzisionsdiagnostik statt allgemeiner Empfehlungen

Im Interview beschreibt Dr. Paul Hammer, wie moderne Mikrobiom-Tests heute arbeiten und worin sie sich grundlegend von früheren, eher pauschalen Ansätzen unterscheiden. Mithilfe hochauflösender DNA-Sequenzierung und komplexer bioinformatischer Auswertungsverfahren wird das individuelle Darmmikrobiom detailliert erfasst und in Relation zu großen wissenschaftlichen Referenzdatenbanken gesetzt.

Auf diese Weise lassen sich funktionelle Zusammenhänge erkennen, etwa Hinweise auf entzündliche Prozesse, eine eingeschränkte bakterielle Vielfalt oder eine mögliche Beeinträchtigung der Darmbarriere. Der von Hammer entwickelte Test INTEST.pro seines Biotechnologie-Unternehmens BIOMES -siehe hierzu:https://biomes.world/de– ersetzt zwar keineärztliche Diagnose, kann jedoch eine datenbasierte Grundlage liefern, um systemische Belastungen frühzeitiger zu erkennen und präventive Maßnahmen gezielter zu planen – insbesondere im Kontext komplexer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Noch ein\“missing link\“: Darmbarriere als Grundlage eines stabilen Mikrobioms

Wichtig ist es aber zudem zu verstehen, dass ein intaktes Mikrobiom auch vom Zustand des Darmes selbst abhängig ist. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt daher auf der Darmbarriere als Voraussetzung für ein funktionierendes Mikrobiom. Umweltbelastungen, etwa Schwermetalle oder Pestizid-Rückstände, die zunehmende Verunreinigung von Luft und Wasser, Medikamente und chronischer Stress können diese Barriere massiv schwächen. In solchen Fällen wird in der Praxis zunehmend über unterstützende Maßnahmen zur Darmentlastung diskutiert.

In diesem Zusammenhang wird auch auf den wissenschaftlich untersuchte Mineralwirkstoff PMA-Zeolith als Möglichkeit der Darmsanierung hingewiesen, der im Magen-Darm-Trakt belastende Substanzen binden kann. Dies nicht als Therapie, sondern als effizienter Baustein, um die Darmbarriere zu entlasten und Voraussetzungen für ein stabiles Mikrobiom zu schaffen.

Alzheimer und Parkinson: Warum ein gesunder Darm für Prävention und Einordnung zunehmend relevant wird

Dr. Hammer betont im Interview ausdrücklich, dass das Mikrobiom selbst weder Alzheimer noch Parkinson verursacht. Vielmehr beeinflusst es als biologischer Modulator, wie ausgeprägt entzündliche Prozesse im Körper ablaufen und wie widerstandsfähig der Organismus gegenüber Umweltbelastungen, chronischem Stress und altersbedingten Veränderungen ist. Gerade im Kontext der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen gewinnt das Mikrobiom daher an Bedeutung – nicht als isolierter Ansatz, sondern als Teil eines systemischen Verständnisses von Gesundheit.

Mit dem Interview leistet\“Alzheimer Deutschland\“einen Beitrag zur evidenzbasierten Aufklärung über systemische Zusammenhänge bei Alzheimer und Parkinson – jenseits vereinfachter Erklärungsmodelle und ohne Heilsversprechen.

Das vollständige Interview (samt weiterführender aktueller Studien) mit Dr. Paul Hammer ist ab sofort auf\“Alzheimer Deutschland\“verfügbar:

https://www.alzheimer-deutschland.de/alzheimer-praevention/praevention-wissenschaft/mikrobiom-demenz-parkinson

Posted by on 12. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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