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Mehrweg statt Einweg für Kaffee und Co. – Jeder Einwegbecher ist nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes einer zu viel (AUDIO)

Anmoderationsvorschlag:

Ganz Deutschland diskutiert ja gerade heiß über den
\”Coffee-to-go\”-Wegwerfbecher, der in der vierten Folge der letzten
\”Game of Thrones\”-Staffel zu sehen ist. Klarer Fall, der hat da
eigentlich nichts zu suchen. Genau so wenig wie in unserem Alltag
übrigens, denn diese Einwegbecher belasten laut einer heute (am 21.
Mai) veröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes (UBA) unsere
Umwelt. Gerhard Kotschik, UBA-Verpackungsexperte kann uns mehr dazu
erzählen, hallo.

Begrüßung: \”Hallo!\”

1. Herr Kotschik, irgendjemand läuft immer mit einem
\”Coffee-to-go\”-Wegwerfbecher in der Hand herum. Wie viele davon
fallen hierzulande eigentlich jedes Jahr an?

O-Ton 1 (Gerhard Kotschik, 20 Sek.): \”In Deutschland fallen
jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke an. Das sind 34
Stück pro Kopf, auch wenn gar nicht jeder aus Einwegbechern trinkt.
Die Menge entspricht 28.000 Tonnen – und, das kann man sich
vorstellen, das ist ein Müllvolumen von acht Millionen
Restmüllbehältern im öffentlichen Raum.\”

2. Was ist das größte Problem dieser Einwegbecher?

O-Ton 2 (Gerhard Kotschik, 20 Sek.): \”Einwegbecher führen zu einem
sehr großen Müllvolumen und sie sind auch anfällig, in der Umwelt zu
landen. Einwegbecherabfälle gehören zu den 10 häufigsten Müllfunden
an europäischen Stränden. Und selbst die Einwegbecher aus Pappe
bestehen zum Teil aus Kunststoff, weil sie kunststoffbeschichtet
sind. Und dazu gibt es dann natürlich noch 40 Prozent der Becher, die
nur aus Kunststoff bestehen.\”

3. Mit anderen Worten: Diese Wegwerfbecher vermüllen unsere
Umwelt…

O-Ton 3 (Gerhard Kotschik, 16 Sek.): \”Genau, und wenn man mit
offenen Augen durch die Landschaft geht, dann sieht man Einwegbecher
überall herumliegen. Nicht nur in den Städten, nicht nur an Hotspots,
auch in der Natur werden sie gefunden. Und häufig kommt dann noch ein
Kunststoffeinwegdeckel dazu, der ebenfalls die Ökobilanz
verschlechtert und zu zusätzlichem Müll führt.\”

4. Wenn ich jetzt trotzdem unterwegs Kaffee trinken will: Was
mache ich dann am besten?

O-Ton 4 (Gerhard Kotschik, 27 Sek.): \”Nutzen Sie am besten
Mehrwegbecher. Dazu können Sie entweder Ihren eigenen Becher von zu
Hause mitnehmen, oder Sie benutzen ein Mehrwegbechersystem. Da
bekommen Sie einen Mehrwegbecher für beispielsweise einen Euro Pfand.
Den geben Sie zurück, der wird gespült und kann wieder eingesetzt
werden. Wenn diese Becher im Schnitt mehr als 25 Umläufe haben, dann
schneiden sie schon deutlich besser ab als Einwegbecher. Wenn die
Becher mit Ökostrom gespült werden, da reichen sogar schon 10 Umläufe
– und das schaffen die Mehrwegsysteme leicht.\”

5. Was raten Sie Cafés oder Bäckereien, die helfen wollen, das
Einwegbecher-Müllproblem in Zukunft besser in den Griff zu bekommen?

O-Ton 5 (Gerhard Kotschik, 26 Sek.): \”Bieten Sie Ihren Kunden
Mehrwegbecher an! Es gibt inzwischen Mehrwegbechersysteme mit dem
\’\’\’\’Blauen Engel\’\’\’\’. Die Mehrwegbecher sollten der Regelbecher sein, wenn
jemand einen Kaffee-to-go bestellt. Und die Einwegbecher sollten
etwas kosten, also der Kaffee im Einwegbecher sollte etwas teurer
sein als im Mehrwegbecher. Auch die Deckel sollten nicht kostenlos
abgegeben werden, da die sonst viel zu viel genutzt werden. Ganz
wichtig ist, dass die Mitarbeiter geschult werden, dass sie das
Mehrwegsystem den Kunden erklären können und die Vorteile
näherbringen können.\”

Gerhard Kotschik, Verpackungsexperte beim Umweltbundesamt (UBA),
über Mehrweg statt Einweg für Kaffee und Co. Danke Ihnen für das
Gespräch!

Verabschiedung: \”Nicht zu danken, gerne!\”

Abmoderationsvorschlag:

Die aktuelle Einwegbecherstudie des UBA gibt´s ab sofort (ab 21.
Mai) im Internet unter http://ots.de/uEf2Oi zum Download.

Pressekontakt:
Felix Poetschke
Pressesprecher

Referat \”Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Internet\”

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

Telefon: +49 (0)340 2103 2675
felix.poetschke@uba.de

Original-Content von: UBA – Umweltbundesamt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

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Categories: Vermischtes

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