MDR stärkt digitale Klassikangebote und baut ARD-Kooperation mit BR Klassik aus

Die Neuausrichtung ist Teil eines strukturellen und strategischen Transformationsprozesses auf Grundlage des Reformstaatsvertrags, der eine Begrenzung der ARD-Radiowellen auf maximal 53 bis 2027 vorsieht. Auch dem MDR wurde in diesem Rahmen eine Reduzierung seiner Hörfunkangebote vorgegeben.
Der MDR nutzt diese Vorgaben, um sein Klassikportfolio an veränderte Nutzungsgewohnheiten anzupassen und stärker auf digitale Ausspielwege auszurichten. Inhalte, Formate und redaktionelle Kompetenz bleiben erhalten und werden künftig breiter zugänglich gemacht.
Annette Josef, Hauptabteilungsleiterin MDR Klassik:„Mit der strategischen Weiterentwicklung seiner Klassikangebote stärkt der MDR die digitale Verfügbarkeit, baut Kooperationen innerhalb der ARD aus und sichert zugleich die Präsenz der mitteldeutschen Kulturlandschaft – auf bestehenden und neuen Wegen. Die Neuausrichtung bedeutetkeinen Rückzug von unserem Kulturauftrag, sondern eine Weiterentwicklung der Angebote unter veränderten Rahmenbedingungen. Klassische Musik erhält eine stärkere digitale Präsenz und erreicht so neue Zielgruppen. Klassik bleibt zentraler Bestandteil des MDR?Auftrags.“
Neuausrichtung mit Fokus auf digitale Reichweite
Mit der Transformation werden Klassikinhalte künftig verstärkt über digitale Angebote wie Streams, Podcasts sowie ARD-Plattformen wie ARD Sounds und die ARD Mediathek verbreitet. Diese Entwicklung trägt der veränderten Mediennutzung Rechnung.
Parallel dazu bleiben auch künftig bei MDR Kultur bekannte und beliebte Formate von MDR Klassik integriert oder werden dort künftig übernommen. So bleibt die regionale Berichterstattung über die Musiklandschaft in Sachsen, Sachsen?Anhalt und Thüringen ein wesentlicher Bestandteil des Angebots. Konzertübertragungen, Mitschnitte und redaktionelle Beiträge aus der Region – etwa aus dem Gewandhaus Leipzig – werden weiterhin umgesetzt. Auch etablierte Formate wie die Podcastreihe „Bach-Kanal mit Michael Maul und Bernhard Schrammek“ oder das Orgelmagazin bleiben erhalten und werden in neue programmliche Kontexte integriert. Ab dem 12. Oktober 2026 wird BR Klassik zudem auf der bisherigen DAB+ Frequenz von MDR Klassik ausgestrahlt. Im Rahmen dieser Kooperation werden künftig auch Inhalte aus Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen einem deutschlandweiten Publikum zugänglichgemacht.
Verlässlichkeit für Publikum und Kulturszene
Der MDR unterstreicht mit der Neuaufstellung von MDR Klassik, dass sein Kulturauftrag unverändert gilt. Für das Publikum bedeutet das: Klassische Musik bleibt zugänglich. Durch die Kombination aus MDR Kultur, BR Klassik sowie den digitalen ARD?Plattformen wird das Angebot künftig noch breiter aufgestellt und vielfältiger erreichbar – bei gleichzeitig unverändert hoher Bedeutung der regionalen Inhalte.
Auch für die mitteldeutsche Kulturszene bleibt der MDR ein verlässlicher Partner. Redaktionelle Expertise, Kooperationen und die Sichtbarkeit der mitteldeutschen Kulturszene werden weiterhin gewährleistet.
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