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Mattes: IAA Nutzfahrzeugeübertrifft unsere Erwartungen

Diese IAA steht zu Recht unter dem Motto \“Driving
tomorrow\“. Denn ich kann heute sagen: Dieser Anspruch – die Zukunft
der Mobilität, des Transports und der Logistik hier in Hannover
umfassend zu präsentieren – wurde voll eingelöst. Wir haben über die
gesamte IAA-Zeit eine Branche im Aufbruch erlebt, die sich den
Herausforderungen offensiv stellt. Diese Industrie liefert!

Wir sehen Pioniergeist, neues Denken und eine enorme Dynamik: Bei
den Herstellern von schweren Nutzfahrzeugen, von Transportern, von
Bussen, bei der Trailerindustrie, bei den vielen, vielen Zulieferern
und auch bei Software- und IT-Firmen, die erstmals auf der IAA sind.

Diese IAA hat unsere bereits hoch gesteckten Erwartungen
übertroffen:

Wir haben mehr Aussteller gewonnen, mehr Fläche belegt, mehr
Weltpremieren vorgestellt und mehr Besucher begrüßt!

Hier die Zahlen:

– 2.174 Aussteller aus 48 Ländern sind hier in Hannover präsent
(2016: 2.013).
– 282.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche – ein Plus von gut 4
Prozent (2016: 270.000 qm) und zugleich neuer IAA-Rekord.
– 435 Weltpremieren – ein neuer Höchststand und ein
überproportionaler Anstieg um 31 Prozent (2016: 332 Weltpremieren).
– Besonders erfreulich: Die Zahl der Besucher ist, verglichen mit dem
bereits sehr guten Ergebnis aus 2016, noch einmal leicht angestiegen
auf rund 250.000. Und das trotz Tagen mit Hitze, Sturm und Regen.

Zahlen sind das eine, doch für uns als Veranstalter dieser
weltweit wichtigsten Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität
ist die qualitative Bewertung durch die Aussteller noch viel
entscheidender.

Heute kann ich Bilanz ziehen:

Die Kernbotschaften, die wir vor der IAA kommuniziert haben – ich
verweise auf unseren Internationalen Presseworkshop Anfang Juli -,
wurden hier in Hannover umfassend bestätigt, in vielfacher Weise von
den Ausstellern umgesetzt und mit Produkten und Dienstleistungen für
die Praxis unterlegt. Im Fokus dieser IAA stehen Elektromobilität,
Digitalisierung, Vernetzung, automatisiertes Fahren und urbane
Mobilität. Vor allem: Diese Industrie treibt diese Themen mit großem
Engagement, hohen Investitionen und neuen Produkten voran!

Elektromobilität: Diese IAA hat gezeigt: Elektromobilität geht
beim Nutzfahrzeug in Serie! Wir haben nicht nur 36 Elektromodelle für
Probefahrten, die sehr gut angenommen wurden, sondern auch zahlreiche
Weltpremieren mit E-Transportern und E-Bussen. Auch der mittelschwere
Lkw im Verteilerverkehr wird elektrifiziert.

Besonders bemerkenswert: Auf vielen Ständen wurden erstmals
pfiffige Elektro-Lastenräder gezeigt, die eine neue Antwort auf die
Frage der \“letzten Meile\“ geben. Sie sind flexibel, schnell und
schonen die Umwelt. Zudem haben sie ein bemerkenswert hohes
Drehmoment, können die Bremsenergie in einer Hochvolt-Batterie
speichern und beim nächsten Anfahren wieder nutzen. Der
Anwendungsbereich des Nutzfahrzeugs mit Elektroantrieb wird also
immer größer.

Diese Antriebsart spielt in der urbanen Logistik ihre Vorteile
aus: leise, emissionsfrei, wendig – und mit einer Reichweite, die den
Anforderungen vollauf genügt.

Digitalisierung

Der Innovationstrend Digitalisierung ist bei so gut wie jedem
Aussteller hier auf der IAA zu erleben: Vom Truck- oder Bushersteller
über die Trailer-Industrie bis hin zu den großen, mittleren und
kleineren Zulieferern und Telematikanbietern – hier wird investiert,
geforscht und entwickelt. Ein weiterer Unterschied zu 2016: Jetzt
kommen die Produkte in großer Zahl auf den Markt.

Ich könnte etliche Beispiele aufführen, doch will ich es bei
wenigen belassen:

– Der \“intelligente Truck\“, der nicht nur über viele modernste
Assistenzsysteme verfügt, sondern bei dem die Außenspiegel durch
sogenannte \“Mirror Cams\“ abgelöst werden – der tote Winkel wird damit
Geschichte.
– Der voll vernetzte Trailer ist smart, schlank und schlau. Über
Capacity-Management kommuniziert der Anhänger oder Auflieger nicht
nur mit der Dispo, sondern auch mit Frachtenbörsen, er bietet freie
Kapazitäten an und macht sogar Vorschläge, wie sich diese am besten
nutzen lassen.
– Bemerkenswert ist auch, mit wie viel Engagement die Hersteller von
Anhängern und Aufbauten die Digitalisierung vorantreiben. Möglich
wird auch eine digitale Abfahrtskontrolle per App. Das heißt: Der
Fahrer bekommt dabei Daten vom Trailer, notfalls auch Warnhinweise.
– Wir haben zu Beginn dieser IAA auf Platooning hingewiesen. Das
spart bis zu 10 Prozent Kraftstoff und ist nur eines von vielen
Anwendungsbeispielen.
– Hier in Hannover konnten die Besucher sogar mit dem CUbE
(Continental Urban mobility Experience), einem fahrerlosen
\“ContiShuttle\“, in die Halle 23 fahren. Das automatisierte Fahren ist
vom vernetzten Fahren nicht zu trennen – beide Innovationstrends
beschleunigen sich gegenseitig.

Wir wissen, dass dafür noch die entsprechenden Rahmenbedingungen
geschaffen werden müssen – Stichwort 5G. Die gesamte deutsche
Industrie sieht hier eine wichtige Baustelle für die Politik.

Urbane Logistik

Sowohl die Elektromobilität als auch die Digitalisierung zahlen
auf die urbane Logistik ein. Angesichts des stark wachsenden
Onlinehandels brauchen wir überzeugende Antworten, wie die Güter und
Waren gerade auf der \“letzten Meile\“ bis zur Haustür des Kunden
geliefert werden: Vernetzt, elektrisch, schnell, emissionsfrei und
leise! Ich bin davon überzeugt: Es sind die Nutzfahrzeugindustrie und
ihre Partner, die den Verkehr in Städten neu definieren – mit hohem
Kundennutzen für das Transportgewerbe und den Konsumenten.

New Mobility World

Wir haben als Veranstalter der IAA frühzeitig diese Trends
erkannt, aufgenommen und mit der New Mobility World ein zusätzliches
Format geschaffen, das wir strategisch ausbauen.

Die New Mobility World bietet eine Plattform, auf der die
Automobilindustrie und neue Zielgruppen wie Technologieunternehmen,
Mobilitätsanbieter, Startups und Digitalwirtschaft miteinander sowie
mit hochrangigen Vertretern von Politik, Wissenschaft und
Gesellschaft durchaus kontrovers über die Zukunft der Mobilität
diskutieren, Innovationen vorstellen und die Mobilität von morgen
erlebbar machen.

Dazu gab es die Eventformate EXPO, FORUM und LIVE.

Dass LIVE, die Demonstrationsfläche im Freigelände, ein
Publikumsmagnet wird, war zu erwarten. 19 Aussteller haben täglich in
16 Vorführungen, die per Livebild aus den Fahrzeugen auf eine große
Leinwand übertragen wurden, Lkw im Praxistest gezeigt –
Achslastverteilung beim Lang-Lkw, Fahrerassistenzsysteme, autonome
Fahrzeuge für die Logistik der Zukunft, um nur einige Beispiele zu
nennen. Über 9.000 Zuschauer haben die LIVE-Bühne vor Ort erlebt.

Dass EXPO in Pavillon 11 mit seinen neuen Markenwelten, Startups,
Spin-offs, Forschungsinstituten – neben großen und mittelständischen
Unternehmen – die Neugier der IAA-Besucher wecken würde, auch das
haben wir kalkuliert.

Wir freuen uns aber ganz besonders darüber, wie stark das
Interesse der Besucher für das neue Format FORUM der New Mobility
World ist: Vier Tage fand dort, ebenfalls in Pavillon 11, ein großes,
internationales Konferenzprogramm statt, mit 20 Foren und Panels, mit
über 100 Referenten. Wir haben damit ein zentrales Format geschaffen,
in dem die Diskussion über die Mobilität von morgen aus den
verschiedensten Perspektiven geführt wurde – und die wir bewusst
nicht auf die Nutzfahrzeugindustrie begrenzt haben. Vom ersten Tag an
war das Publikumsinteresse so groß, dass wir sogar Zuschauer bitten
mussten, nicht zusätzliche Stühle in die Fluchtwege zu stellen, weil
es zu wenige Sitzplätze gab.

IAA in Zahlen

Die IAA ist auch ihrem Anspruch, die internationale Leitmesse zu
sein, gerecht geworden: 60 Prozent der 2.174 Aussteller kommen aus
dem Ausland.

Die Top-Five der internationalen Ausstellerländer wird angeführt
von China (252 Aussteller). Der Großteil davon sind Zulieferer auf
Gemeinschaftsständen, die die IAA vor allem für Kontakte zu anderen
Unternehmen nutzen. Der Schwerpunkt liegt auch bei unseren
chinesischen Ausstellern eindeutig auf Digitalisierung und
Elektromobilität. Darüber hinaus sind sieben chinesische OEM hier
vertreten, darunter BYD und SAIC. Auch das ist ein Beleg für die
Attraktivität der IAA – \“Driving tomorrow\“.

Auf Platz zwei steht Italien (137), gefolgt von den Niederlanden
(135), der Türkei (126) und Frankreich (101).

Wir freuen uns über das hohe Besucherinteresse. Doch auch hier ist
noch etwas anderes entscheidend: Auf all meinen Rundgängen betonten
die Aussteller, wie zufrieden sie mit der hohen Qualität der Besucher
sind, wie intensiv die Kundengespräche geführt werden – bei
Herstellern und Zulieferern.

Die IAA Nutzfahrzeuge ist mehr denn je eine professionelle
Fachmesse der Entscheider: Der Fachbesucheranteil beträgt 86 Prozent.
Und: Acht von zehn Fachbesuchern sind Entscheider, bei den
ausländischen Fachbesuchern ist die Quote sogar noch höher, dort sind
es neun von zehn. Und unsere Besucherbefragungen zeigen: Die
Führungskräfte dieser Industrie – national wie international –
wissen, wie wichtig die IAA für ihr Business ist.

Ebenso wie die Aussteller werden auch die Besucher immer
internationaler: Jeder dritte Fachbesucher kommt aus dem Ausland, an
Spitzentagen sind es über 40 Prozent. Die meisten ausländischen
Besucher kommen aus China, gefolgt von Japan und den Niederlanden.
Eine weitere gute Nachricht: Die Investitionsbereitschaft der
IAA-Besucher steigt nach einem IAA-Messerundgang – und sie ist sehr
hoch. 60 Prozent der Fachbesucher, die Einfluss auf
Einkaufsentscheidungen haben, planen in den nächsten sechs bis zwölf
Monaten Investitionen im Nutzfahrzeugbereich. Gut jeder zweite
Fachbesucher nutzt den Messebesuch zur Vorbereitung von
Investitionen, bei ausländischen Gästen ist der Anteil noch höher (68
Prozent).

Und: Auf dieser IAA wurden offensichtlich so viele Kaufabschlüsse
getätigt, wie noch nie zuvor. Ich kann hier keine Firmennamen nennen.
Aber eines kann ich sagen: Allein ein Logistikunternehmen hat hier
auf der IAA 2.500 Lkw von drei Herstellern und zusätzlich noch 1.000
Trailer gekauft.

Die IAA Nutzfahrzeuge ist zudem die Mobilitätsmesse mit der
größten Medienresonanz. Über 2.100 Journalisten aus 54 Ländern haben
sich akkreditiert. An den beiden Pressetagen hatten wir gut 80
Pressekonferenzen, die meisten an den Ständen, einige auch im CC. Das
neue IAA-Konzept für die Pressetage, das wir 2016 erstmals eingeführt
haben, hat sich damit erneut als sehr erfolgreich erwiesen,
insbesondere bei der Auswertung von Bild und Bewegtbild.

Auch online wurde die IAA sehr gut besucht: Bereits im Vorfeld
wurde viel über die IAA-Neuheiten und Highlights der Industrie
gesprochen. Insgesamt gab es seit Mitte August weltweit über 75 Mio.
Kontakte, davon 60 Mio. Kontakte während der Messe selbst. Jeder
zweite der insgesamt über 10.000 Posts wurde in englischer Sprache
verfasst – ein weiterer Beleg für die internationale Bedeutung der
IAA. Und: Mehr als 95 Prozent der IAA-Beiträge und Kommentare sind
positiv. Die IAA ist damit eine Messe, die ihren festen Platz in der
digitalen Welt erobert hat!

Wir ziehen heute eine sehr positive Bilanz. Und wir danken an
dieser Stelle dem gesamten Team der Deutsche Messe AG für ihre
Unterstützung, ihre Professionalität, ihre ausgesprochene
Dienstleistungsorientierung und für ihre enge und vertrauensvolle
Zusammenarbeit mit allen im VDA.

Nach der IAA ist vor der IAA: In einem Jahr beginnt in Frankfurt
am Main die 68. IAA Pkw (12.09.-22.09.2019), und 2020 sehen wir uns
hier in Hannover auf der 68. IAA Nutzfahrzeuge (24.09.-01.10.2020)
wieder. Wir freuen uns darauf!

Pressekontakt:
Eckehart Rotter
VDA – Abteilung Presse
Tel.: +49 30 897 842 – 120
E-Mail: rotter@vda.de

Original-Content von: VDA Verband der Automobilindustrie e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. September 2018.

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Categories: Vermischtes

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