IINews



« | »

Master Baurecht -mit interdisziplinärer Verflechtung von Baurecht, Baubetrieb und Baubetriebswirtschaft.

Der 11. Master-Studiengang\“Baurecht im Lebenszyklus von Bauwerken\“startet zum Wintersemester 2026/2027.Interessenten können sich jederzeit an das Team des BWI-Bau wenden.

Seit 2015 bietet die BWI-Bau GmbH als Franchise-Nehmer der FH Münster den berufsbegleitenden Studiengang an. Vorrangiges Ziel dieses Master-Studienganges ist es, die integrative Verflechtung des Baurechts mit baubetrieblichen und betriebswirtschaftlichen Themen nicht nur bereichs-, sondern auch lebenszyklusübergreifend in die Praxis zu transportieren. Hinzu kommt die Nähe zum Bauindustrieverband. Informationen mit Baubezug diffundieren schnell in die Praxis, da sich die Fachleute der Verbände in einem steten Austausch mit dem Institut und den Hochschulen befinden.

Gerade im Baurecht besteht ein hoher Bedarf an Spezialisten. Daher richtet sich der Weiterbildungs-Master\“Baurecht im Lebenszyklus von Bauwerken\“an Ingenieure und Kaufleute sowie alle ihnen verwandten Disziplinen, die ihr Wissen vertiefen und spezialisieren möchten. Aber auch Juristen profitieren von der Interdisziplinarität dieses Studienganges, sofern sie sich stärker auf Baurecht spezialisieren wollen. Das Themenspektrum erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette Bau: von der Projektentwicklung und -finanzierungüber das Vergaberecht, öffentliches und privates Baurecht, Bauvertragsmanagement und Projektsteuerung bis hin zu juristischen Aspekten von BIM, LEAN, Qualitätsmanagement und Gewährleistung.

Verträge: Die Grundlage jeglicher Bautätigkeit

In der heutigen Baubranche spielen baurechtliche Fragestellungen eine immer größere Rolle – sei es in der Technik, im Baubetrieb oder in der Betriebswirtschaft. Bauvertragliche Grundlagen bestimmen maßgeblich den Erfolg von Projekten. Entscheidend ist dabei das Verständnis, dass schon bei der Kalkulation wesentliche Einflussgrößen für die spätereBilanz erzeugt werden. „Nachhaltiger Erfolg stellt sich erst dann ein, wenn Unternehmen es schaffen, die Beteiligten zu einer ganzheitlichen Sicht zu bewegen“, betont BWI-Bau-Geschäftsführer und Institutsleiter Sascha Wiehager. Gerade, wenn die Bauverträge bereits geschlossen, dieBauprojekte schon angelaufen und ARGEN sich ggf. gebildet haben, könne nicht mehr alles diskutiert werden: „Auch wenn alle Beteiligten einen guten Job machen, kann es sein, dass die Rendite am Ende unbefriedigend ist. Nur warum? Weil jeder in seinem eigenen Projekt verhaftet ist und niemandüber den Tellerrand schaut“, verdeutlicht Wiehager. Seiner Meinung nach wird in der Praxis zu schnell in Richtung konkreter Rechtsberatung geschaut, wo doch eigentlich der Prozess selbst viele Möglichkeiten bietet. Techniker und Kaufleute, die wissen, wie groß die Bandbreite an Verpflechtungen bei einem Bauprojekt werden kann, können seiner Auffassung nach durch gute Projektkommunikation Werte gestalten.

Künstliche Intelligenz (KI): Der Mensch bestimmt die Qualität

Auch wenn KI schon in naher Zukunft helfen wird, Ganzheitlichkeit zu erreichen: Letztendlich ist es notwendig, dass erfahrene Mitarbeitende eine abschließende Analyse vornehmen. Im Bauwesen hat die Bauindustrie immer noch ein Datenproblem. Auch dabei kann KI helfen. Doch die Qualität von Ergebnissen aus einer Arbeit mit KI basiert auf klaren Strukturen, damit Ergebnisse besser validiert werden können. Datenqualität und Datenmanagement sind unabdingbar. KI benötigt keine Tabellenaufstellungen und ansprechende Übersichten, sondern eine Person, die die Resultate überprüft. Und die Performance und Ergebnisqualität der KI erfährt nachweislich durch gute Strukturen ebenfalls eine Steigerung.

 LL.M. Baurecht: Klare Wettbewerbsvorteil durch Orientierung am Lebenszyklus

Wenn man den Lebenszyklus interdisziplinär im Kontext des Rechts betrachtet, dann bildet das Recht die arbeitsteilige Prozesskette nicht nur, sondern sichert sie auch ab. Ohne rechtliche Kenntnis gibt es kein effizientes LEAN, keine sichere Bilanzposition und auch keine Abrechnungskontinuität. Gerade in diesem Studiengang spürt man laut Wiehager die zahlreichen Konflikte nicht nur zwischen Ingenieuren, Kaufleuten und Juristen, sondern auch zwischen den vielfältigen Beteiligten an der gesamten Wertschöpfungskette Bau. Schlussendlich geht es auch darum, den Block der wirklichen Ungewissheiten der Umwelt klar vom berechenbaren Block eines Bauprojekts zu trennen. Denn in Zukunft werden Informationsfriktionen immer weniger Preisbestandteil sein. Der Fokus liegt auf den echten Risiken, ähnlich wie bei sogenannten Finanzinstrumenten. Transparenz wird trotz bestehender (z. B. kartellrechtlicher) Einschränkungen zur Pflicht.

In den Diskussionen innerhalb des Studiengangs wird schnell klar, warum sich z. B. auch technische Abteilungen mit buchhalterischen Themen auseinandersetzen sollten. Bestimmte Parameter wie Vermögen und Schulden in Bauunternehmen sind für die bauvertraglichen Gestaltungen wichtig. Vertraglich korrekte Formulierungen sorgen für sichere Bilanzpositionen, die zu korrekten Zahlungsströmen und Liquiditätssicherheit führen. „Wer das Wechselspiel von unfertiger Leistung,Teilschlussrechnung bzw. Schlussrechnung nicht versteht, der kann auch die monetäre Konsequenz fehlerhafter Vertragsdaten nicht in Gänze verstehen. Es geht um nicht weniger als das große Ganze“, veranschaulicht der Leiter des Instituts der Bauwirtschaft.

Der viersemestrige Studiengang, der zum Wintersemester 2026/2027 zum 11. Mal startet, wird von ausgewiesenen Baurechtsspezialisten getragen, die alleüber einen reichen Erfahrungsschatz an baurechtlicher Berufspraxis verfügen – sei es als Richter*innen, Anwälte, Unternehmensvertreter*innen, Sachverständige oder Berater*innen.

„Der weiterbildende Masterstudiengang bildet am Bau Beteiligte, die einen ersten Studienabschluss auf den Gebieten des Bauingenieurwesens, der Architektur, des Fachingenieurs oder Facility Managers, der Rechtswissenschaften (Jura), der Wirtschaftswissenschaften (VWL/BWL) oder einer verwandten Fachrichtung mitbringen, praxisbezogen zu Spezialisten auf dem Gebiet des Baurechts aus“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Henriette Strotmann, Studiengangsleiterin der FH Münster.

Die Kombination aus Präsenzveranstaltungen und Selbstlernphasen ermöglicht es den Teilnehmenden, ihr Studium von insgesamt vier Semestern flexibel an ihre beruflichen und persönlichen Verpflichtungen anzupassen. Einzelne Module können aber auch separat, d. h. unabhängig von der Durchführung eines Studienganges belegt werden; mit der jeweiligen Modulprüfung wird ein Hochschulzertifikat erworben, das auf das Studium angerechnet werden kann. Es ist also möglich,\“klein\“anzufangen und je nach Interesse, Bedarf etc. die Teilnahme zu einer vollständigen Studienqualifikation auszubauen.

Der 11. Studiengang startet zum Wintersemester 2026/2027. Eine Registrierung ist jederzeit möglich und unverbindlich. 

Posted by on 16. Januar 2026.

Tags:

Categories: Allgemein

No Responses Yet

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neueste Beiträge


Seiten



fabino - News von Erzeugern und Herstellern von Lebensmitteln, Getränken und Zutaten