Makler-Atlas: Wo Immobilienmakler am härtesten um Kunden konkurrieren – Baden-Baden vor München und Berlin

Für den\“Makler-Atlas Deutschland\“wurden alle 107 deutschen Großstädte (kreisfreie Städte) untersucht. Als Metrik diente die Zahl der Immobilienmakler mit Hauptsitz je 100.000 Einwohner; die Einwohnerzahlen stammen aus amtlichen Quellen der Statistischen Landesämter (Stand 31.12.2025).
Die Top 10 der Maklerdichte (Makler mit Hauptsitz je 100.000 Einwohner):
1. Baden-Baden – 205,7
2. Passau – 186,8
3. Rosenheim – 185,4
4. Landau in der Pfalz – 182,3
5. Landshut – 180,8
6. Aschaffenburg – 174,6
7. Bayreuth – 172,8
8. Trier – 163,7
9. Straubing – 163,1
10. Ansbach – 160,3
Knapp hinter den Top 10 reihen sich weitere Regionalzentren ein – darunter Regensburg (159,7), Kempten im Allgäu (156,1), Bamberg (147,6), Koblenz (140,7) und Würzburg (132,3). Auffällig ist die geografische Verteilung: Ein Großteil der maklerdichtesten Städte liegt in Bayern und im Südwesten Deutschlands.
Millionenstädte: viel Markt, aber wenig Makler pro Kopf
Der eigentliche Befund der Auswertung liegt im hinteren Teil der Tabelle: Je größer die Metropole, desto niedriger die Maklerdichte pro Kopf. München kommt auf lediglich 90,6 Makler je 100.000 Einwohner und landet damit auf Platz 87 von 107. Berlin liegt mit 72,9 sogar im hinteren Zehntel des Rankings. Anders formuliert: In Baden-Baden ist die Maklerdichte pro Kopf fast dreimal so hoch wie in Berlin.
Anders sieht es bei den mittelgroßen Großstädten aus. Düsseldorf erreicht mit 148,5 Maklern je 100.000 Einwohner Platz 15 und ist damit die dichteste der großen Metropolen. Auch Leipzig (141,1), Stuttgart (131,1), Nürnberg (123,9) und Dresden (121,2) liegen deutlich vor den beiden größten Städten. Frankfurt am Main kommt auf 118,2, Köln auf 116,1, Hamburg (Gesamtstadt) auf 111,5. Auch Hannover (114,0), Karlsruhe (110,6), Mannheim (108,3) und Bremen (104,3) bewegen sich im Mittelfeld – deutlich über München und Berlin.
Methodische Einordnung: der Umland-Effekt
Die Auswertung benennt transparent zwei gegenläufige Effekte. Kleine kreisfreie Städte wie Baden-Baden, Passau oder Rosenheim sind häufig Makler-Standorte für ihr gesamtes Umland – die dort ansässigen Büros bedienen weit mehr Menschen als nur die Stadtbevölkerung, was ihre rechnerische Pro-Kopf-Dichte erhöht. Umgekehrt kommen große Metropolen mit ihrer riesigen Einwohnerzahl rechnerisch auf weniger Makler je Kopf, obwohl die absolute Zahl der Maklerbüros dort hoch ist.
\“Verbraucher haben bislang kaum belastbare Daten darüber, wie der Maklermarkt in ihrer Stadt tatsächlich aussieht\“, sagt Timm Sonnenfeld, Sprecher von MaklerSieger.de.\“Mit dem Makler-Atlas machen wir diese Struktur erstmals bundesweit vergleichbar. Wer verkaufen oder vermieten will, kann so besser einschätzen, wie viel Auswahl es vor Ort gibt – und die Zahlen zeigen: Die Auswahl ist nicht dort am größten, wo man sie vermuten würde.\“
Das vollständige Ranking aller 107 Großstädte mit den jeweiligen Werten ist abrufbar unter:
https://maklersieger.de/studie/makler-dichte-deutschland
Categories: Allgemein
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