Lockout-Tagout: Maschinen sicher gegen Wiedereinschalten sichern

Um solche Gefahren zu vermeiden, hat sich weltweit das Verfahren Lockout-Tagout (LOTO) etabliert. Ziel ist es, sämtliche Energiequellen einer Maschine oder Anlage sicher zu isolieren, gegen Wiedereinschalten zu verriegeln und eindeutig zu kennzeichnen. Erst wenn alle Arbeiten abgeschlossen und sämtliche Verriegelungen entfernt wurden, darf die Anlage wieder in Betrieb genommen werden.
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 17975 steht Unternehmen erstmals eine europaweit gültige Norm zur Verfügung, die Anforderungen und Empfehlungen für die sichere Isolation von Energiequellen beschreibt. Sie unterstützt Betreiber dabei, Lockout-Tagout-Verfahren systematisch umzusetzen und Risiken während Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zu minimieren. Damit rückt die sichere Energietrennung noch stärker in den Fokus von Arbeitsschutz, Betreiberverantwortung und Sicherheitsmanagement.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme betrifft Lockout-Tagout nicht ausschließlich elektrische Anlagen. Maschinen verfügen häufig über unterschiedliche Energiequellen, die vor Beginn der Arbeiten zuverlässig getrennt und gesichert werden müssen. Hierzu zählen unter anderem elektrische Energie, Druckluft, Hydraulik, Dampf, Gase, Flüssigkeiten sowie mechanisch oder durch Federn gespeicherte Energie. Erst wenn sämtliche Energiequellen sicher isoliert wurden, kann gefahrlos gearbeitet werden.
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Verriegelungssysteme zum Einsatz. Für Armaturen und Rohrleitungen stehen beispielsweise Ventilverriegelungen für Kugelhähne, Schieber, Absperrventile oder Handräder zur Verfügung. Elektrische Energiequellen lassen sich mit Schutzschalterverriegelungen oder Steckerverriegelungen gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern. Ergänzt werden diese Lösungen durch Sicherheitsschlösser mit verschiedenen Schließsystemen, Mehrfach-Schließbügel für Arbeiten mehrerer Personen an einer Anlage sowie Lockout-Stationen und vollständig ausgestattete Lockout-Sets für den täglichen Einsatz.
Ein wesentlicher Bestandteil jedes Lockout-Tagout-Verfahrens ist die persönliche Verantwortung. Jeder Mitarbeiter verriegelt die von ihm gesicherte Energiequelle mit einem eigenen Sicherheitsschloss. Solange sich dieses Schloss an der Verriegelung befindet, kann die Maschine nicht wieder in Betrieb genommen werden. Müssen mehrere Personen gleichzeitig an einer Anlage arbeiten, kommen Mehrfach-Schließbügel zum Einsatz. Dadurch kann jeder Beteiligte sein eigenes Schloss anbringen und erst nach Abschluss seiner Arbeiten wieder entfernen.
Neben geeigneten Verriegelungssystemen sind klar definierte Arbeitsabläufe, regelmäßige Unterweisungen sowie die Dokumentation der Verfahren entscheidende Voraussetzungen für ein wirksames Lockout-Tagout-Konzept. Nur das Zusammenspiel aus organisatorischen Maßnahmen und passenden Verriegelungslösungen trägt dazu bei, Unfälle wirksam zu vermeiden und die Sicherheit im Betrieb dauerhaft zu erhöhen.
MAKRO IDENT unterstützt Unternehmen seit 2006 bei der Umsetzung professioneller Lockout-Tagout-Lösungen und bietet als offizieller Brady-Partner das komplette Sortiment an Verriegelungssystemen, Sicherheitsschlössern, Mehrfach-Schließbügeln, Lockout-Stationen sowie individuell zusammengestellten Lockout-Sets. Ergänzend stehen verschiedene Schließsysteme, gravierte Sicherheitsschlösser sowie eine fachkundige Beratung für unterschiedlichste Anwendungen zur Verfügung.
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