Lettlands Präsident Edgars Rinkevics beim NATO-Gipfelüber Europa:\“Große Ankündigungen, aber wenig Taten\“

Dass Europa mehr Verantwortungübernehmen müsse, wurde laut Rinkevics schon häufig auf europäischer Ebene angesprochen, bislang habe es jedoch\“große Ankündigungen, aber wenig Taten\“gegeben. Rinkevics weiter:\“Ich denke, uns ist mittlerweile allen klar, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr bereit sind, die gesamten Verteidigungsausgaben und militärischen Fähigkeiten zu finanzieren. Wir müssen unsere eigenen aufbauen. Aber das braucht Zeit. Es braucht sehr viel Zeit.\“
Lettland selbst sei ein kleines Land, investiere jedoch bereits fünf Prozent seines BIP in die Verteidigung. Dennoch müsse man Rüstungsgüter einkaufen, wofür die Industrie klare Investitionssignale brauche. Acht NATO-Mitglieder unterstützen die Idee der Gründung einer Defence, Security and Resilience Bank, um die Finanzierung für die Rüstungsindustrie langfristig zu sichern. Die Industrie benötige jetzt verlässliche Zusagen, fordert der lettische Präsident.
Vertreter der baltischen Staaten haben den deutschen Bundeskanzler Merz letzte Woche in Berlin getroffen, um den Gipfel vorzubereiten. Wenn Einheit, die Verbesserung der Verteidigungsfähigkeiten sowie die weitere Unterstützung der Ukraine erreicht werden könnten, dann könne man von einem Erfolg des Bündnistreffens sprechen, so Rinkevics.
Das ganze Interview mit deutscherÜbersetzung sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/5cA
Die englische Originalversion sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/Zq5
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